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Schaden der Kuh Schimmelpilze im Futter? Und was ist mit der Milch?

10.02.2003 - (idw) Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL)

Tierschutz und Tiergesundheit erfordern hochwertige Futtermittel, der Verbraucherschutz verlangt gesunde Lebensmittel. In der Tierernährung eingesetzte Futtermittel können verschiedene Schadstoffe enthalten, z.B. Schimmelpilzgifte (sog. Mykotoxine) oder Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Mögliche Auswirkungen solcher Schadstoffe über die Nahrungskette auf Mensch und Tier werden unter dem Fachbegriff "Carry over" in der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig von mehreren Wissenschaftler/innen untersucht.

Schwerpunkte der Carry-over-Forschung in der FAL sind u.a. Themen wie z.B. die Auswirkung von Schadstoffen in Futtermitteln auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Tiere, ob sich Rückstände in Lebensmitteln wie Milch, Fleisch oder Eiern finden, welche Konzentrationen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei Mensch und Tier führen können und auch welche Möglichkeiten es gibt, die Schadstoffe aus den Futtermitteln zu entfernen. Nähere Informationen zu diesen vielfältigen Untersuchungen sowie Forschungsergebnisse sind in zahlreichen FAL-Veröffentlichungen dokumentiert.

Diese Forschungsergebnisse sind die wissenschaftlichen Grundlagen und dienen als Entscheidungshilfen für die Verbraucherschutz-, Ernährungs- und Landwirtschaftspolitik.

FAL-Wissenschaftler/innen bringen auch als Mitglieder der Arbeitsgruppe "Carry-over unerwünschter Stoffe in Futtermitteln" des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Politikberatung ein. Diese Arbeitsgruppe hat beispielsweise im März 2002 u.a. auf der Basis von FAL-Forschungsergebnissen ein Votum zu den Möglichkeiten der Minimierung von Mykotoxingehalten in der Fütterung abgegeben*.

Die nächste Besprechung der Arbeitsgruppe "Carry-over unerwünschter Stoffe in Futtermitteln" findet am 11. und 12. Februar 2003 in der FAL in Braunschweig statt. Die FAL berichtet dabei über laufende und abgeschlossene Forschungsvorhaben zu den Themen "Mykotoxine" und "Unerwünschte Stoffe in Grünfutter und Trockengrün" und stellt Forschungsergebnisse zur Diskussion.

Kontaktadresse:
Dr. Sven Dänicke
Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL)
Institut für Tierernährung
Bundesallee 50
38116 Braunschweig
Tel: 0531 596 3136
sven.daenicke@fal.de

*http://www.verbraucherministerium.de/landwirtschaft/futtermittel/votum-mykotoxine.htm
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