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NS-Medizinverbrechen ausstellen.

18.12.2006 - (idw) Stiftung Deutsches Hygiene-Museum

NS-Medizinverbrechen ausstellen. Präsentation und Vermittlung in deutschen und amerikanischen Museen und Gedenkstätten.

Internationaler Workshop im Rahmen der Ausstellung "Tödliche Medizin. Rassenwahn im Nationalsozialismus". Eine Kooperation von Stiftung Deutsches Hygiene-Museum, Stiftung Topographie des Terrors, Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Stiftung Sächsische Gedenkstätten

1. bis 3. Februar 2007, Donnerstag bis Samstag
Deutsches Hygiene-Museum Dresden
Lingnerplatz 1
01069 Dresden

Tagungsleitung:
Thomas Lutz, Stiftung Topographie des Terrors
Susanne Weckwerth, Stiftung Deutsches Hygiene-Museum

Konferenzsprache: Deutsch mit englischer Simultanübersetzung

Die Präsentation der Ausstellung "Tödliche Medizin: Rassenwahn im Nationalsozialismus des United States Holocaust Memorial Museum Washington, D.C. bietet die Gelegenheit, diese Ausstellung in Bezug auf Inhalte, Präsentations- und Vermittlungsformen sowie der Rezeption zu befragen. Die Ende 2004 eröffnete Dauerausstellung "Medizin und Verbrechen. Das Krankenrevier des KZ Sachsenhausen 1936 - 1945" der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen bietet zusammen mit den Erfahrungen der "Euthanasie"-Gedenkstätten eine konkrete Vergleichsperspektive. Die jeweiligen Gestaltungen, Vermittlungsziele und Besuchererfahrungen werden in dem Workshop vorgestellt, analysiert und diskutiert.

Insbesondere geht es um folgende Fragen:
Wie wirken sich unterschiedliche kulturelle, nationale und historische Kontexte auf die Ausstellungen aus? Wie gehen die Ausstellungsgestalter mit der zunehmenden historischen Distanz und dem Verschwinden der Zeitzeugen um? Wie versuchen sie, das Geschehen anschaulich zu machen? Worin unterscheiden sich Ausstellungen in historischen Museen von Ausstellungen an Schauplätzen des Verbrechens? Moderne zeithistorische Museen in Gedenkstätten - was heißt das und welche ausstellungsgestalterischen Konsequenzen sind damit verbunden? Programm:

Donnerstag, 1. Februar 2007

12:00 Uhr
Begrüßung

12:15 Uhr
"Tödliche Medizin" - eine deutsch-amerikanische Ausstellungskooperation
Klaus Vogel, Direktor Deutsches Hygiene-Museum Dresden

12:45 Uhr
Stellung der Medizin-Verbrechen im Kontext der NS-Verbrechen
Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl, Abteilung für Geschichtswissenschaft an der Universität Bielefeld

13:30 Uhr
Kaffeepause / Besuch der Ausstellung "Tödliche Medizin"

15:30 Uhr
Das United States Holocaust Memorial Museum, Washington D.C. und die Ausstellung "Deadly Medicine: Creating the Master Race"
Dr. Susan Bachrach, Kuratorin der Ausstellung "Deadly Medicine", United States Holocaust Memorial Museum, Washington D.C.

16:30 Uhr
Die Ausstellung "Medizin und Verbrechen. Das Krankenrevier des KZ Sachsenhausen 1936 - 1945" in der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Dr. Astrid Ley, Kuratorin der Ausstellung "Medizin und Verbrechen", Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

18:00 Uhr
Abendimbiss

19:00 Uhr
Auf dem Weg zum Holocaust - die "Euthanasie"-Morde in Deutschland
Prof. Dr. Henry Friedlander, Professor für Judaistik am Brooklyn College der City University of New York
Öffentlicher Abendvortrag


Freitag, 2. Februar 2007

9:00 Uhr
Fragen an die Darstellung von NS-Verbrechen in den USA und Deutschland/Europa
Thomas Lutz, Leiter des Gedenkstättenreferats, Stiftung Topographie des Terrors

9:45 Uhr
Arbeitsgruppen

1. Authentizität - Rekonstruktion - Inszenierung. Die Präsentation von NS-Verbrechen in historischen Ausstellungen
(mit Übersetzung engl./dt.)
Dr. Susan Bachrach, Kuratorin der Ausstellung "Deadly Medicine", United States Holocaust Memorial Museum, Washington D.C.
Prof. Dr. Detlef Hoffmann, Kulturwissenschaftliches Institut, Universität Oldenburg
Leitung: Prof. Dr. Stefanie Endlich, Honorarprofessorin für Kunst im öffentlichen Raum, Universität der Künste Berlin

2.Die Erinnerung hat ein Gesicht. Die Rolle von Opfern und Zeitzeugen
Dr. Boris Böhm, Leiter der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein/Stiftung Sächsische Gedenkstätten
Dr. Margret Hamm, Geschäftsführerin des Bundes der "Euthanasie"-Geschädigten und Zwangssterilisierten e. V.
Leitung: Dr. Andreas Eberhardt, Geschäftsführer des Vereins gegen Vergessen - für Demokratie e. V.

3. Täter in Ausstellungen. Schwierigkeiten, Chancen und Gestaltungskonzepte
Dr. Simone Erpel, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Dr. Ute Hoffmann, Leiterin der Gedenkstätte für Opfer der "Euthanasie" Bernburg
Dr. Astrid Ley, Kuratorin der Ausstellung "Medizin und Verbrechen, Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Leitung: Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl, Abteilung für Geschichtswissenschaft, Universität Bielefeld

4. Zwischen Betroffenheit und Distanz. Pädagogische Arbeit in historischen Ausstellungen
(mit Übersetzung engl./dt.)
Raye Farr, Direktorin des Steven Spielberg Film und Video Archivs, United States Holocaust Memorial Museum, Washington D.C.
Dr. Hartmut Reese, Leiter des Lern- und Gedenkorts Schloss Hartheim
Susanne Weckwerth/Christiane Hille, Museumspädagogen, Deutsches Hygiene-Museum Dresden
Leitung: Jörg Naumann, Leiter Abteilung Bildung und Wissenschaft, Deutsches Hygiene-Museum Dresden

12:00 Uhr
Mittagessen

13:00 Uhr
Präsentation der Ergebnisse / Thesen

14:30 Uhr
Kaffeepause

15:00 Uhr
Besucherreaktionen auf die Ausstellungen "Tödliche Medizin"
Volker Schönert, Visitor Choice, Berlin
Jörg Naumann, Leiter Abteilung Bildung und Wissenschaft, Deutsches Hygiene-Museum

15:30 Uhr
Erfahrungen von Besuchern in der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein
Dr. Bert Pampel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Sächsische Gedenkstätten

16:00 Uhr
Diskussion über die Ergebnisse und Erfahrungen der Besucherbefragungen
Volker Schönert, Visitor Choice, Berlin
Jörg Naumann, Leiter Abteilung Bildung und Wissenschaft, Deutsches Hygiene-Museum Dresden
Dr. Bert Pampel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Sächsische Gedenkstätten
Moderation: Prof. Dr. Günter Morsch, Leiter der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

16:30 Uhr
Kaffeepause

17:00 bis ca. 18:30 Uhr
Anders Ausstellen - Unterschiedlich Erinnern. Amerikanische und deutsche
Ausstellungen im Vergleich

Vortrag:
Prof. Dr. Detlef Hoffmann, Kulturwissenschaftliches Institut, Universität Oldenburg

Podiumsdiskussion:
Susan Bachrach, Kuratorin, United States Holocaust Memorial Washington, D.C.
Prof. Dr. Stefanie Endlich, Honorarprofessorin für Kunst im öffentlichen Raum, Universität der Künste Berlin
Dr. Norbert Haase, Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten
Prof. Dr. Detlef Hoffmann, Kulturwissenschaftliches Institut, Universität Oldenburg
Moderation: Prof. Dr. Günter Morsch, Leiter der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Individuelle Abendgestaltung

Samstag, 3. Februar 2007

10:00 Uhr bis ca. 12:00 Uhr
Führung durch die Dauerausstellung des Deutschen Hygiene-Museums
oder
Besuch der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein mit Führung (Bustransfer)

Eine verbindliche Anmeldung ist für beide Angebote dringend erforderlich. Nutzen Sie dazu bitte das Anmeldeformular zur Tagung.


Tagungsort:
Stiftung Deutsches Hygiene-Museum
Lingnerplatz 1
01069 Dresden

Tagungsgebühr:
40 Euro, ermäßigt 25 Euro
(einschließlich Tagesverpflegung, Besuch der Ausstellung "Tödliche Medizin", Besuch der Dauerausstellung des Deutschen Hygiene-Museums oder der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein)

Anmeldung zur Tagung im Tagungszentrum:
Wir bitten zu beachten, dass es nur ein begrenztes Platzkontingent gibt. Bitte vermerken Sie auf Ihrer Anmeldung, welches Angebot Sie am Samstag, den 3. Februar 2007 verbindlich wahrnehmen möchten. Schicken Sie bitte Ihre Anmeldung an:

Stiftung Deutsches Hygiene-Museum
Telefon: 0351 4846-856
Fax: 0351 4846-594
E-Mail: tagungszentrum@dhmd.de

Die Anmeldung wird wirksam mit der Überweisung der Tagungsgebühr auf das Konto 3150010607 der Stiftung Deutsches Hygiene-Museum bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden (BLZ 85050300), Stichwort "Workshop Februar 2007"

Verkehrsanbindungen
Fußweg: Ab Zentrum/Frauenkirche ca. 10 Minuten
Straßenbahnen: Linien 1, 2, 4 und 12 bis Haltestelle "Deutsches Hygiene-Museum"
Linien 10 und 13 bis Haltestelle "Großer Garten/Deutsches Hygiene-Museum"

Übernachtungsmöglichkeiten:
Studienhaus der Brücke/Most-Stiftung
Es steht ein begrenztes Kontingent reservierter Zimmer im Studienhaus der Brücke/Most-Stiftung Dresden zur Verfügung. Nutzen Sie bitte das dafür vorgesehene Buchungsformular im Internet unter www.dhmd.de/tagungen.

Ibis-Hotel
Es steht ebenfalls ein begrenztes Kontingent reservierter Zimmer im Ibis-Hotel zur Verfügung (abrufbar bis zum 12.01.2007). Bitte wenden Sie sich direkt an Ibis-Dresden, Gruppenreservierung, Telefon: 0351 48562000 oder E-Mail: reservierung@ibis-dresden.de, Stichwort "Workshop Februar 2007"

Dresden-Werbung und Tourismus GmbH
Weitere Übernachtungsmöglichkeiten vermittelt Ihnen die Dresden-Werbung und Tourismus GmbH. Hotline: 0351 4919 222, E-Mail: zimmer@dresden-tourist.de

Das Museum ist für Rollstuhlfahrer zugänglich.
Weitere Informationen: http://www.dhmd.de/tagungen
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