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Professor Albert Ziegler referiert bei UNESCO-Festakt

11.01.2007 - (idw) Universität Ulm

Hohe Auszeichnung für Professor Albert Ziegler vom Institut für Pädagogik der Universität Ulm: Der weltweit gefragte Hochbegabtenforscher hielt dieser Tage in Dubai den Festvortrag bei der Verleihung der UNESCO-Medaille an Scheich Hamdan bin Rashid al Maktoum, den Wirtschafts- und Handelsminister der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Ziegler leitet dort bekanntlich ein vorerst auf fünf Jahre angelegtes nationales Projekt zur Hochbegabtenförderung. Auf diesem Gebiet will sich künftig auch die UNESCO engagieren.
"Ein echter Richtungswechsel, den Bildungspolitiker aller Länder mit Überraschung zur Kenntnis genommen haben", kommentiert Albert Ziegler die Neuausrichtung der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur. "Und eine bemerkenswerte Erweiterung ihrer Mission dazu." Bislang nämlich habe die UNESCO bei der Hochbegabtenförderung "sehr zurückhaltend und kaum wahrnehmbar agiert". Vielmehr hat sie sich Ziegler zufolge auf den Erhalt schützenswerter Initiativen, Einrichtungen und kultureller Errungenschaften konzentriert, die Auszeichnungen von Weltkulturerben etwa. "Bei Bildung und Kultur war primäres Ziel, in allen Ländern Minimalstandards sicherzustellen", so der Ulmer Pädagogik-Professor.
Dass die Weltorganisation nun auf dem Bildungssektor Leistungsexzellenz anstrebe, sieht Ziegler in einer neuen Initiative dokumentiert, deren Ziele bis zum Jahr 2015 realisiert werden sollen. Unter anderem auch eine im Vergleich zu 2000 fünfzigprozentige Reduzierung der weltweiten Analphabetenquote sowie die vollständige Gleichberechtigung von Mann und Frau. "Die jetzt angestrebte verbesserte Erziehung in allen Aspekten ist eine klare Verabschiedung von der bisher in vielen Mitgliedsstaaten vertretenen Politik der Minimalstandards", freut sich der Wissenschaftler.
Insofern sei die Auszeichnung von Scheich Hamdan mit der jährlich nur einmal vergebenen UNESCO-Medaille ein sichtbarer Ausdruck des Kurswechsels. Vorgenommen hat sie übrigens der Japaner Koichiro Matsuura, der Generaldirektor der UNESCO, im weltberühmten Burj al Arab, dem einzigen Sieben-Sterne-Hotel der Welt und inzwischen auch Wahrzeichen Dubais. Die höchste Auszeichnung der Organisation erhalten hat der Minister unter anderem für die Gründung und Finanzierung Dutzender Schulen in afrikanischen Ländern sowie für sein großzügiges Engagement für Bildung und Erziehung in Drittweltstaaten generell.
Gewürdigt hat die UNESO in diesem Zusammenhang indes auch die Vorreiterrolle der Emirate mit dem breit angelegten und von Ziegler geleiteten Hochbegabten-Projekt. Derzeit arbeiten rund 250 Forscher aus allen Kontinenten unter Federführung des Ulmer Wissenschaftlers an den Planungen, die 28 Schulen für Hochbegabte in den Emiraten vorsehen. Ferner soll Professor Zieglers Forscherteam die rund 3000 begabtesten Jungen und Mädchen in den VAE für diese Schulen ermitteln. Vor weiteren hochrangigen Teilnehmern des Festakts, darunter auch der Bildungsminister der VAE und UNESCO-Vertreter aus zwölf Ländern, erklärte Albert Ziegler die einzigartigen Möglichkeiten dieses Projekts und betonte, dass sich die für die Hochbegabtenschulen entwickelten Konzepte durchaus auch in Regelschulen nutzen ließen.

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