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Dr. Martini-Preis 2003 verliehen

12.02.2003 - (idw) Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Der älteste Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, der Dr. Martini-Preis, wurde bereits im Jahre 1880 von Hamburger Kaufleuten gestiftet. Er zeichnet jedes Jahr hervorragende Nachwuchswissenschaftler/-innen aus, die in Hamburger Krankenhäusern tätig sind und sich mit klinischer Grundlagenforschung und neuen Therapieansätzen beschäftigen. Er ist mit insgesamt 10 000 Euro dotiert. Das Kuratorium der Dr. Martini-Stiftung hat heute den Preis an drei Nachwuchswissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) vergeben. Die Preisverleihung nahm Professor Dr. Heiner Greten als Kuratoriumsvorsitzender der Dr. Martini-Stiftung vor.

Dr. Martin Merkel (37), Medizinische Klinik I (Gastroenterologie, Hepatologie, Stoffwechsel, Endokrinologie, Infektiologie, Pneumologie), wurde mit 3000 Euro für seine Forschung zur Entstehung von Fettstoffwechselstörungen ausgezeichnet. In Laborversuchen hatte er gezeigt, dass das Enzym Lipoproteinlipase für die Aufnahme von Fetten aus dem Blut in die Körperzellen sorgt. Fehlt es oder ist es verändert vorhanden, kann dies zu Fettstoffwechselstörungen führen, die wiederum Arteriosklerose und Herzinfarkt zur Folge haben können.

Dr. Tim Strate (34), Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, erhielt 3000 Euro für eine Studie zur Therapie der schweren akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung. Die Wahrscheinlichkeit, dass die an dieser Erkrankung leidenden Patienten sterben, liegt bei 20 bis 40 Prozent. In Laborversuchen gelang es Dr. Strate, bei einer Frühform dieser Erkrankung die Mikrozirkulation des Blutes in der Bauchspeicheldrüse durch die Gabe einer Hämoglobinlösung zu verbessern. Dies führte zu einer deutlich geringeren Schädigung des Organs, was die Überlebenswahrscheinlichkeit erhöhen kann.

Privatdozent Dr. Ulrich Wenzel (38), Medizinische Klinik IV (Nephrologie, Rheumatologie, Osteologie), hat 4000 Euro für eine Untersuchung zur Rolle des Hormons Angiotensin II bei akuten Nierenerkrankungen erhalten. In Laborversuchen stellte er fest, dass Angiotensin II in der frühen Phase einer akuten Nierenentzündung unter bestimmten Umständen nierenschützend wirkt. Bei der Therapie von chronischen Nierenerkrankungen dagegen muss die Bildung dieses Hormons mit ACE-Hemmern blockiert werden.

Bilder von den Preisträgern und von der Preisverleihung erhalten Sie gern per E-Mail. Bitte rufen Sie die Pressestelle an unter: 040/42803-4747
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