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SmartCard-Industrie hofft auf neue flächendeckende Kartenanwendungen

13.02.2003 - (idw) Fraunhofer-Institut für Sichere Telekooperation (SIT)

13. SIT-SmartCard Workshop

Ehrung für verstorbenen SmartCard-Pionier Jürgen Dethloff,
SmartCard-Preis für Dr. Lutz Martiny

Die Konjunkturkrise existiert nicht - zumindest, wenn es nach der Teilnehmerzahl des diesjährigen 13. Smartcard-Workshops des Fraunhofer Institut für Sichere Telekooperation SIT Anfang Februar geht. Bruno Struif, Leiter Sicherheits- und SmartCard-Technologie beim SIT, konnte am 4. Februar wie eh und je rund 170 Teilnehmer in Darmstadt begrüssen. Das komplette Programm findet sich online auf www.sit.fraunhofer.de, die gedruckten Tagungsunterlagen können für 10 Euro angefordert werden (bruno.struif@sit.fraunhofer.de).

Als Fazit konnte Struif nach zwei Workshop-Tagen festhalten, dass es wieder gelungen ist, die neuesten Trends in der SmartCard-Technik und deren Nutzung sowie der Standardisierung und der Biometrie darzustellen und zu vermitten. Die SmartCard-Industrie hofft, dass in Deutschland nun bald Entscheidungen für flächendeckende Kartenanwendungen getroffen werden, z.B. die Einführung einer Gesundheitskarte, die Umrüstung zahlreicher Automaten zur Nutzung der Geldkarte (bei Zigarettenautomaten soll neben dem Bezahlen auch eine Altersprüfung im Sinne des Jugendschutzgesetzes erfolgen) sowie die breite Einführung von Karten mit Signaturfunktion auf Bürger- oder Bankkarten.

Signaturkarten werden, in größeren Mengen und vielen Applikationen eingesetzt, einen enormen Innovationbsschub mit sich bringen, wenn nun endlich das "Henne-Ei-Problem" gelöst würde. Zusätzliche Sicherheit durch biometrische Verfahren - wie Gesichtserkennung, Fingerabdruck- und Iris-Verifikation - sei machbar, wirtschaftlich aber nur bei einer raschen Normung entscheidend voranzubringen.

Der Workshop bot auch Anlass für zwei Ehrungen. Posthum wurde des SmartCard-Pioniers Jürgen Dethloff gedacht, der am 31. Dezember 2002 in Hamburg im Alter von 78 Jahren verstarb. Dethloff ist Inhaber des "Ur-Patents" zur Chipkarte, das aus dem Jahre 1968 stammt, und war 1994 der erste Empfänger des damaligen GMD-SmartCard-Preises. 1999 wurde er in die Erfindergalerie des Deutschen Patent- und Makenamtes aufgenommen.

Der diesjährige Fraunhofer-SmartCard-Preisträger Dr. Lutz Martiny, Vorsitzender von Eurosmart, der Europäischen Vereinigung der Chipkartenindustrie, konnte just am Tag der Preisverleihung seinen 60. Geburtstag feiern. Sein Berufsweg war eng verflochten mit dem großen Chipkartenhersteller Giesecke & Devrient von 1989 bis 1993 - also in der Anfangszeit der SmartCard-Anwendungen - und dann von 1993 bis 1997 mit ORGA, einer Firma, die sich in jenen Jahren aus kleinen Anfängen heraus unter maßgeblicher Beteiligung von Martiny als Geschäftsführer zu einem vielbeachteten Player im Kartenbereich entwickelte.

"Lutz Martiny versteht es, über den Zaun zu schauen, früh Entwicklungen zu erkennen, komplizierte Sachverhalte verständlich herüberzubringen und sich zum Wohle der SmartCard-Industrie einzusetzen - nicht verbissen, mit gebührendem Abstand und - wenn dies die Umstände erlauben - in seiner bekannten humorvollen Weise", so ein Auszug aus der Laudatio Bruno Struifs auf Martiny.

Firmenkontakt zum SIT in Sachen SmartCards: Bruno Struif, Fraunhofer Institut für Sichere Telekooperation (FhG-SIT), Bereich Sicherheits- und SmartCard-Technologie (SICA), Rheinstr. 75, D-64295 Darmstadt, Tel: +49-6151-869-206, Fax: +49-6151-869-224, E-Mail: bruno.struif@sit.fraunhofer.de, www.sit.fraunhofer.de

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Fraunhofer-Institut für
Sichere Telekooperation SIT
Pressekontakt: Michael Kip
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Telefax +49 (0) 61 51/8 69-968

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