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Kooperation mit Städtischem Klinikum bei der Medizininformatik

22.01.2007 - (idw) Fachhochschule Brandenburg

Einladung der Medienvertreter zur Vertragsunterzeichnung und zum Pressegespräch Die Planungen für den Bachelor-Studiengang "Medizininformatik", der ab dem Wintersemester 2007/2008 an der Fachhochschule Brandenburg (FHB) angeboten wird, gehen in die entscheidende Phase. Am

Freitag, 26. Januar, um 12.00 Uhr im Senatssitzungssaal (Raum 405) des WWZ (Wirtschaftwissenschaftliches Zentrums) der FH Brandenburg (Magdeburger Straße 50)

schließen die Städtisches Klinikum Brandenburg GmbH und die FH Brandenburg einen Kooperationsvertrag für den Studiengang. In Anwesenheit von Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann werden Gabriele Wolter, Geschäftsführerin des Klinikums, FHB-Präsident Prof. Dr. Rainer Janisch und Prof. Dr. Jochen Heinsohn, Dekan des Fachbereichs Informatik und Medien, den Vertrag unterzeichnen. Anschließend wird das Konzept des Studiengangs vorgestellt. Alle Medienvertreter sind zu diesem Termin herzlich eingeladen.

Der Studiengang greift eine große Anzahl erfolgreicher Forschungsprojekte zwischen dem Klinikum und der FH Brandenburg auf. Von Seiten des Klinikums waren die beiden Chefärzte Dr. Eberhard Beck und Dr. Thomas Enzmann bereits frühzeitig in die Entwicklung des Curriculums (Studienplans) involviert. Auf Seiten der FH Brandenburg ist der Fachbereich Informatik und Medien federführend. Neben Grundlagen im Bereich Naturwissenschaften und Informatik umfasst der Studienplan auch Module zu den Grundlagen der Medizin und zu computerunterstützter Medizin sowie fünf Vertiefungsmodule zur Medizininformatik. Letztere umfassen wichtige und hochaktuelle Themen wie bildgebende Systeme, Signalverarbeitung, Bioinformatik, Künstliche Intelligenz und Computervisualisierung. Komplettiert wird das Curriculum durch Veranstaltungen aus dem Bereich Betriebswirtschaft und Qualitätsmanagement.

Mit diesem Wissen sollen die Absolventen in der Lage sein, die besonderen Probleme der Medizin aus der Sicht der Informatik zu begreifen und zu lösen, so dass sie sich verantwortungsvoller Aufgaben annehmen können. Als Beispiele seien genannt die Realisierung von IT*-Systemen für Arztpraxen, Krankenhäuser und Krankenkassen etc., außerdem ein breites Spektrum von medizinischen Dokumentationssystemen, der Anbindung medizintechnischer Systeme an Informationssysteme bis hin zu Technologie- und Organisationsberatung von Gesundheitsversorgungsinstitutionen. Der Bedarf an solchen Absolventen für den Arbeitsmarkt nimmt zu, denn IT-Lösungen für das Gesund-heitswesen werden zunehmend wichtig. Fast alle Abläufe in Kliniken und Laboren werden elektronisch unterstützt. Ohne Medizininformatiker kommt die Branche dabei nicht aus. Gesundheit ist entsprechend eines der drei bedeutenden Kernthemen, die die Gesellschaft für Informatik (GI e.V.) aus Sicht des Informatikjahres 2006 benannt hat.

Die FH Brandenburg und das Klinikum sehen den gemeinsamen Studiengang als einen wichtigen Bestandteil des weiteren Ausbaus einer Medizininformatik und -technik in der Region Brandenburg an der Havel und der Unterstützung einer Ansiedelung weiterer Firmen. Bereits heute sind etwa 16 Prozent der Beschäftigten in Brandenburg an der Havel direkt den Bereichen Medizin und Gesundheit zuzuordnen.

Zu den Partnern dieses Vorhabens gehört der Verein "Gesund in Brandenburg", der die Einrichtung dieses Studiengangs als eines seiner Projekte definiert hat und in dem wichtige Praxispartner Mitglied sind. Besonders für Praxisphase und die Abschlussarbeit des Bachelor-Studiums sind solche Praxispartner wichtig. Auch große Unternehmen aus der Medizintechnik und -informatik wie die Philips GmbH in Hamburg haben bereits ihre Unterstützung zugesagt.


Die Initiative integriert sich zudem bestens in das Landesinnovationskonzept (Bereich Gesundheit/Medizin) und die neuen strategischen Schwerpunkte bei den Strukturfonds der Europäischen Union EFRE und ESF 2007 bis 2013. Der Studiengang ist vom Ministerium im Rahmen einer Zielvereinbarung genehmigt, Studienpläne und Studien- und Prüfungsordnungen wurden bereits von den Gremien der FHB verabschiedet.

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