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Thema "Studienabbruch" - HWP legt Untersuchung vor

13.02.2003 - (idw) HWP - Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik

Das Thema "Studienabbruch" ist in aller Munde - spätestens nachdem immer wieder eine Budgetierung der Hochschulen nach ihren Absolventenzahlen gefordert wird. Die HWP - Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik legt nun eine entsprechende Studie vor.

Das Thema "Studienabbruch" ist in aller Munde - spätestens nachdem immer wieder eine Budgetierung der Hochschulen nach ihren Absolventenzahlen gefordert wird. Die HWP - Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik legt nun eine Studie von Dr. Dieter Koch vor, die die StudienabbrecherInnen der HWP zum Thema haben. Koch untersucht neben den Gründen und den Folgen für den Studienabbruch auch mögliche Ansatzpunkte für eine Verringerung der Zahl der Studienabbrecher.
Der Studie zufolge liegt die Abbrecherquote an der HWP je nach Berechnungsgrundlage um die 30 Prozent. Ein geringer Teil davon wechselt von der HWP an eine andere Hochschule. Dem stehen aber sehr viel mehr Studierende gegenüber, die von anderen Universitäten an die HWP kommen. Berücksichtigt man die Wechsler von und zu anderen Hochschulen, kommt man auf eine Schwundbilanz für die HWP von unter 10 Prozent.
Laut Studie sind die Hauptgründe für den Abbruch mit über 60 Prozent mangelnde materielle und zeitliche Ressourcen sowie unerwartete familiäre oder persönliche Ereignisse. Die Studienbedingungen werden nur selten als Abbruchgrund genannt. Von den StudienabbrecherInnen sind fast zwei Drittel berufstätig, zehn Prozent studieren an einer anderen Hochschule, 20 Prozent sind im familiären Bereich tätig und sieben Prozent sind arbeitslos gemeldet. Das durchschnittliche Bruttomonatseinkommen liegt bei 2400 Euro. Hinsichtlich der Branchenzugehörigkeit dominiert mit 68 Prozent der Dienstleistungsbereich.
Koch: "Bezogen auf das gesamte Hochschulsystem ist eine Voraussetzung für eine Reduzierung der Abbruchquoten, dass das Studienabbruchgeschehen für alle Studiengänge und Hochschulen transparent gemacht wird. Studienabbruchanalysen wird deshalb in der Zukunft immer höheres Gewicht beigemessen werden. Sie sollten Teil der Lehrevaluation sein und Absolventenuntersuchungen ergänzen. Wenn die Mittelverteilung für Hochschulen immer stärker von der AbsolventInnenzahl abhängig gemacht wird, braucht man Marktanalyse- und Controllingsysteme. Studienabbruchanalysen werden ein wichtiger Teil davon sein."
Die Publikation ist erschienen als: Koch Dieter, Sozialökonomischer Text Nr. 98: "Studienabbruch - kein Stoff für eine Tragödie. Eine Analyse der Studienabbrüche an der HWP - Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik auf dem Hintergrund aktueller Ergebnisse der Studienabbruchforschung", Hamburg, Januar 2003.

Bezug der Studie: Katja Wittenberg, Abteilung Kommunikation, Von-Melle-Park 9, 20146 Hamburg, Tel. 040 / 42838-6984
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