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Kulturhauptstadt Europas 2007: Erinnerungsräume - Topografien der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit

30.01.2007 - (idw) Fachhochschule Trier

Studierende der Fachhochschule Trier gestalten 'Erinnerungsräume' - Multidisziplinäres Projekt im Rahmen von Luxemburg und Großregion Kulturhauptstadt Europas 2007: 'Architekturen des Krieges in Trier und in der Großregion'. Am Dienstag stellten rund 50 Studierende aus dem Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule Trier erste Ergebnisse ihrer Arbeiten im Kulturhauptstadt - Projekt 'Erinnerungsräume - Topografien der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit' vor.

Seit September letzten Jahres haben sich Trierer Fachhochschul-Studierende der beiden Fachrichtungen Kommunikationsdesign und Architektur mit den militärischen Räumen und Befestigungsarchitekturen des Westwalls in der Großregion - Orscholzriegel, Katzenkopf Irrel, B-Werk Besseringen und SS Sonderlager Hinzert - beschäftigt. Die Studentinnen und Studenten arbeiten bis zum Ende des Sommersemesters 2007 in Arbeitsgruppen zusammen. Sie werden von den Dozenten Professorin Anna Bulanda-Pantalacci (Kommunikationsdesign), Professorin Marion Goerdt (Architektur) und Sven Nieder (Lehrbeauftragter, Fotografie) betreut.

Das Projekt 'Erinnerungsräume' ist als Beitrag zur Kulturhauptstadt 2007 multidisziplinär und europäisch-grenzüberschreitend konzipiert. Das kunsthistorische Konzept entwickelte Christina Threuter von der Universität Trier. Kooperationspartner der Fachhochschule Trier sind die Kunsthochschulen aus Metz, Epinal und Lüttich.

Bei der Abschlusspräsentation des Wintersemesters wurden Projektarbeiten und Entwürfe gezeigt und einen Ausblick auf den Fortgang des Projektes gegeben: Gemeinsam mit Menschen aus dem Stadtteil Trier-Nord, wollen die FH-Studierenden im Sommersemester 2007 in Kunstwerkstätten und Workshops Arbeiten und Entwürfe zu den Erinnerungsräumen und militärischen Architekturen des Stadtteils erstellen. Auch die Kooperation mit Metz, Epinal und Lüttich soll ausgebaut werden. Die Präsentation war als Appetithäppchen für die Gesamtausstellung gedacht, welche im Oktober stattfinden wird. Über drei bis vier Wochen sollen dann alle Arbeiten der beteiligten Hochschulen und Akademien gezeigt werden. Unter anderem werden Projektionen, Filme und Fotos, Skulpturen, begehbaren und erfahrbaren Installationen sowie Raumerlebnissen ausgestellt werden.

Der kunsthistorisch-wissenschaftliche und der gestalterisch-interdisziplinäre Ansatz, der die Fachrichtungen Architektur mit Kommunikationsdesign zusammenführt, wird um einen dritten Aspekt erweitert: Mit dem Bürgerhaus Trier-Nord als lokalen Kooperationspartner ist die sozialräumliche Komponente gegeben. So verbindet sich der grenzüberschreitende künstlerische Dialog innerhalb der Großregion mit lokaler Erinnerungsarbeit. Es findet eine Auseinandersetzung mit den Trierer Architekturen des Krieges auch auf gestalterisch-sozialer Ebene statt.

Die interregionale Zusammenarbeit der Fachhochschule Trier mit den beteiligten Kunsthochschulen und die Begegnung der Studierenden und Dozenten aus Belgien, Frankreich und Deutschland ist ein erster Baustein einer nachhaltigen Vernetzung, mit dem Ziel, einen europäischen Master zu entwickeln.

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Zwei Beispielprojekte finden Sie unter: ftp://ftp.fh-trier.de/outgoing/presse/JoergMeyer.pdf und ftp://ftp.fh-trier.de/outgoing/presse/NatalieZieskoven.pdf

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