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Schulwandbilder aus Aschach

30.01.2007 - (idw) Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Um die Erfassung und Erforschung der wertvollen Schulwandbilder-Sammlung des Schulmuseums Schloss Aschach geht es in einem neuen Drittmittelprojekt am Lehrstuhl für Schulpädagogik. Damit kann die Forschungsstelle Schulwandbilder ihre Position als zentrale Stelle für die wissenschaftliche Erforschung und Erfassung von schulischen Bildmedien weiter ausbauen. "Die wissenschaftliche Arbeit der Forschungsstelle wird nun bedeutend erweitert und auf einer neuen Quellenbasis fortgesetzt", so Professor Walter Müller, Leiter der Forschungsstelle. Mit dem neuen Auftrag "Gesamtdokumentation des Schulwandbilder-Bestandes Schloss Aschach", der vom Bezirk Unterfranken an die Forschungsstelle, Dr. Ina K. Uphoff, vergeben wurde, wird die Sammlung erstmals umfassend inventarisiert und damit für weitere Forschungs-, Museums- und Ausstellungsarbeiten bereitgestellt. Die Anschauungsmedien stammen vorwiegend aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und wurden vom ehemaligen Leiter des Aschacher Schulmuseums, Rudolf Erben, besonders in den 60er-Jahren zusammengetragen.

Die Erfassung der Bilder erfolgt mit dem Museumsprogramm "MuseumPlus" und auf der Basis der Würzburger Bilderdatenbank, für die von der Forschungsstelle Schulwandbilder in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Universität Würzburg eine spezielle Software entwickelt worden ist. Das von Leszek Mzyk erstellte Schulwandbilderprogramm PICxl liegt derzeit in einer zweiten, vollständig überarbeiteten Version vor. Durch eine zukünftige Kooperation zwischen den Museen Schloss Aschach und der Forschungsstelle Schulwandbilder können die Daten auch vernetzt und damit einem noch größeren Forschungs- und Interessentenkreis zugänglich gemacht werden.

Die seit 2003 bestehende Forschungsstelle Schulwandbilder an der Universität Würzburg ist eine weltweit einzigartige Institution. Sie hat in den letzten Jahren nicht nur durch wissenschaftliche Arbeiten international hohes Ansehen gewonnen, sondern auch durch ein von der Volkswagen-Stiftung finanziertes vierjährigen Forschungsprojekt, in dem eine Gesamtdokumentation der zwischen 1830 und 1990 im deutschsprachigen Raum erschienenen Schulwandbilder erstellt worden ist. In diesem Projekt, das 2002 abgeschlossen wurde, konnten knapp 15.000 Datensätze mit fast 8.000 Bildanbindungen ermittelt werden. Dadurch wurden die wertvollen historischen Quellen erstmalig in großem Umfang für Forschung, Lehre, Ausstellungen und Illustrationszwecke erschlossen. Von Museen, anderen Forschungseinrichtungen und verschiedenen Publikationsorganen im In- und Ausland werden die Daten bereits intensiv genutzt.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Walter Müller, Dr. Ina K. Uphoff, E-Mail: ina.uphoff@mail.uni-wuerzburg.de, Internet: http://www.schulwandbild.philfakiii.uni-wuerzburg.de/

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