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Leipzig lernt - eine Region im Umbruch

14.02.2003 - (idw) Universität Leipzig

Der Lehrstuhl für Erwachsenenpädagogik der Universität Leipzig holt mit dem Projekt "Lernende Regionen" bis 2006 1,8 Millionen Euro in den Regierungsbezirk Leipzig.

Jetzt ist es amtlich: Der Lehrstuhl für Erwachsenenpädagogik an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig hat den Zuschlag für das Projekt "Lernende Regionen" bekommen. Dank des bundesweiten Förderprogramms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung fließen bis zum Jahr 2006 exakt 1,8 Millionen Euro in den Aufbau eines Bildungsnetzwerkes im Regierungsbezirk Leipzig. "Wir sind natürlich glücklich über den Zuschlag und sehen das Projekt auch als eine Anerkennung unserer bisherigen Arbeit an", sagt Professor Dr. Jörg Knoll. Der Lehrstuhlinhaber wird als ehrenamtlicher Projektleiter tätig sein und führte auch das Konsortium an, das sich in einem wahren Beantragungsmarathon erfolgreich um das Projekt bewarb.
Ziel der "Lernenden Regionen" sei es, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Handlungsfelder und Einrichtungen miteinander zu verknüpfen, um die Menschen mit Hilfe von Bildung und Beratung auf die tiefgreifenden Veränderungen der Leipziger Region vorzubereiten und die Lebensqualität zu steigern. Im gesamten Regierungsbezirk sollen so genannte "i-Punkte" aufgebaut werden, die als Anlaufstellen für lernfördernde Informationen, für Beratung und Bildung agieren.
"Unser Wunsch ist es, dass die i-Punkte nach Ablauf des Projekts selbständig sind und das Netzwerk somit weiter funktioniert", erklärt Jörg Knoll. Bis dahin werden die etwa 60 Netzwerk-Partner vom Projektbüro an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät in der Karl-Heine-Straße angeleitet und unterstützt. In Delitzsch wird es außerdem eine Regionalagentur geben. Im Rahmen der "Lernenden Regionen" soll zum Beispiel eine Lehrwerkstatt entstehen, in der Multiplikatoren aus Vereinen, Wirtschaft, Politik und Kultur didaktisch geschult werden. Weiterhin will das Projekt ein Trainingsangebot für "interkulturelle Kompetenz" entwickeln. Dieses richtet sich vor allem an Menschen, die mit Ausländern arbeiten, und soll helfen, kulturelle Besonderheiten besser zu verstehen.
Weiterhin werden Teilprojekte, beispielsweise zu den Themenkomplexen Umwelt oder Ausbildung, gestaltet, die in die Lernenden Regionen integriert sind, aber eigene Träger haben. Das Projekt "Lernende Regionen" überschreitet dabei Grenzen klassischer Bildungseinrichtungen und wird auch tradierte Lernorte auf den Prüfstand stellen. "Lernen und Bildung sollen auch im Alltag und in der Freizeit Raum bekommen. Dazu gehören auch ungewöhnliche Lernorte wie beispielsweise ein Bauernhof oder ein altes Schloss", sagt Projektleiter Jörg Knoll. Bis 2006 sind ferner auch jede Menge Wettbewerbe und weitere Teilprojekte geplant. Jarno Wittig

Weitere Informationen:
unter: www.leipzig-lernt.de oder www.erwachsenen-paedagogik.de
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