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Fachhochschule Ulm verabschiedet die ersten Bachelor-AbsolventInnen

15.02.2003 - (idw) Fachhochschule Ulm

Vor vier Jahren hatte die Fachhochschule Ulm (FHU) noch um seine Einrichtung gerungen, heute kann er als etabliertes Angebot gelten: der erste Bachelor-Studiengang Digital Media. Gemeinsam mit insgesamt 176 Absolventinnen und Absolventen des Wintersemesters 2002/03 verabschiedete Professor Dr. Achim Bubenzer, Rektor der FHU, auch die ersten 13 Trägerinnen und Träger des Grades Bachelor of Information and Communication in Digital Media.

Digital Media: Technik und Gestaltung erfolgreich kombiniert

Bubenzer hob in seiner Ansprache die Bedeutung dieses damals neuen Studiengangs am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik hervor, der deutschlandweit auf der einmaligen Kombination von Inhalt, Gestaltung und Technik fußt. Insbesondere der Bereich Gestaltung stünde für eine neue Facette der Hochschule und sei auch heute noch eine Herausforderung. Drei Professuren für die Lehrgebiete Gestaltung, Kommunikationsdesign und Medieninformatik seien inzwischen besetzt und modernste Infrastruktur für Screendesign, Audio und Video, Bildbearbeitung und 2D/3D-Animation installiert worden. Der Bachelor-Studiengang zählt derzeit 93 Studierende, davon mehr als die Hälfte weiblichen Geschlechts. Die positive Resonanz aus den Praxissemestern, die in Grafik/Design-Büros, Werbe- und Internet-Agenturen, Animationsfirmen und IT-Abteilungen großer Konzerne absolviert wurden, bestätigen die Berufstauglichkeit der an der Hochschule erworbenen Kompetenzen. Unternehmer, die auf Medienkompetenz in ihren Firmen setzten, so der Rektor weiter, fänden in den FHU-Bakkalaureaten hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Preise für die Besten

Für alle, die ihr Studium erfolgreich beendet haben, hatte Bubenzer drei Wünsche parat: Spass an der Arbeit als eine Voraussetzung für beruflichen Erfolg, Interesse, die Kontakte zur Hochschule zum gegenseitigen Nutzen weiterzupflegen, und die Bereitschaft, Verantwortung im Beruf wie in der Gesellschaft zu übernehmen. Im Rahmen der Abschlussfeier wurden 33 Absolventen aufgrund ihrer hervorragenden Studienleistungen mit einem Buchpreis des Vereins der Freunde und Förderer ausgezeichnet. Zwei Drittel aller Abgänger erwarben neben dem Diplom oder Bachelor ein Sprachenzeugnis und 88 der 176 profilierten sich durch den Erwerb einer der Zusatzqualifikationen, welche die FHU ihren Studierenden neben dem Studium anbietet.

Den Förderpreis der Sparkasse Ulm für herausragende Leistungen in den wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Zusatzqualifikationen überreichte Manfred Oster, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Ulm und Mitglied des FHU-Hochschulrates. Der Preis wurde geteilt und ging an Ulrike Hecht, Studiengang Medizinische Dokumentation und Informatik sowie an Martin Vierlich, Studiengang Technische Informatik.

Preisgekrönte Diplom-Arbeiten mit Transferpotential

Mit dem Förderpreis der Firma Siemens wurden die beiden besten Diplomarbeiten des Studiengangs Nachrichtentechnik ausgezeichnet. Dipl.-Ing. Gerd Köck, Hochschulmarketing Siemens AG, überreichte ihn an Thomas Janz und Jürgen Geisinger. Janz prüfte ein ADLS-Übertragungssystem unter Laborbedingungen und unter Nachbildung der Teilnehmeranschlussleitung für unterschiedliche Anschlusslängen. Geisinger beschäftigte sich in seiner Diplomarbeit mit der Integrierbarkeit einer Ansteuerschaltung bei Energiesparlampen im Niederspannungsbereich, für die es in dieser Hinsicht bislang keine kostengünstigen, nachbausicheren und energieeffizienten Lösungen gibt. Er entwickelte einen Mikrochip, der eingebaut in ein einfaches Standardgehäuse Röhren bis zu 15 Watt Nennleistung betreiben kann. Der Mikrochip befindet sich bereits in der Prototypenfertigung.

Den VDI-Preis für hervorragende Diplomarbeiten überreichte der Vorstandsvorsitzende des VDI (Donau-Iller-Gruppe), Dipl.-Ing. (FH) Oliver Herkommer, dieses Jahr gleich an drei Preisträger. Ewa Riechelmann, Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen, entwickelte in ihrer Diplomarbeit ein Konzept zur Einführung von Telekommunikation für die Produktentwicklung in Unternehmen, welche dieses Geschäftsfeld von verschiedenen, gegebenenfalls auch weltweit verteilten Standorten aus betreiben. Das Konzept, das die maschinelle und persönliche Kommunikation entscheidend verbessert, wird die Preisträgerin in einer Doktorarbeit weiterverfolgen. Markus Kyas, ebenfalls Absolvent des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen, entwickelte ein Konzept für die Firma Allgaier Spedition GmbH in Neu-Ulm, das den gesamten Prozess der Planung und Realisierung von Out-Sourcing-Projekten entscheidend unterstützt. Seine Diplomarbeit ist ein weiteres Beispiel für den gelungenen Wissenstransfer von der Hochschule in die Industrie. Als dritter Preisträger wurde Christian Senger, Studiengang Medizintechnik, ausgezeichnet. Er setzte die drahtlos arbeitende Bluetooth-Technologie erfolgreich zur Überwachung von Patienten auf Krankenstationen ein, indem er Probleme der Miniaturisierung und der sicheren Datenspeicherung trotz Funkabriss löste.

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