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Überwiegend gute Noten für die Ressortforschung

05.02.2007 - (idw) Senat der Bundesforschungsanstalten im Geschäftsbereich des BMELV

Wissenschaftsrat bewertet die Forschungsleistungen überwiegend mit sehr gut und gut

Nach seiner Wintersitzung in Berlin hat der Wissenschaftsrat jetzt seine Empfehlungen zur Rolle und künftigen Entwicklung der Ressortforschungseinrichtungen des Bundes vorgelegt. Darin bescheinigt er den Forschungs- und Entwicklungsleistungen der Einrichtungen zum großen Teil eine gute bis sehr gute Qualität. Im Jahr 2004 hatte die Bundesregierung den Wissenschaftsrat mit der Evaluation der Ressortforschung beauftragt. Für die Ressortforschungseinrichtungen bot sich auf diese Weise die Möglichkeit einer unabhängigen Bewertung - gab es doch im Vorfeld der Evaluation immer wieder negative Aussagen über die Ressortforschung.
Der Wissenschaftsrat erkennt in seinen Empfehlungen die besondere Aufgabe der Ressortforschung an und spricht von einer "Scharnierfunktion zwischen Politik und Verwaltung einerseits und Wissenschaft andererseits". Allerdings kritisiert er, dass in einigen Einrichtungen der Forschungsanteil zu gering sei beziehungsweise unter eine kritische Schwelle zu sinken drohe, weil die Institute zunehmend mit Vollzugsaufgaben aus den Ministerien befrachtet würden. Konsequenterweise fordert der Wissenschaftsrat, die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in den Einrichtungen zu stärken und flexiblere Rahmenbedingungen zu schaffen. Kooperationen und eine engere Vernetzung mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen sollen die Qualität der Forschungsleistungen sichern und die durchweg gute Infrastruktur der Einrichtungen besser nutzen.
Die Arbeitsgemeinschaft Ressortforschung, zu der sich die meisten Bundeseinrichtungen mit Forschungs- und Entwicklungsaufgaben zusammengeschlossen haben, begrüßt die Empfehlungen des Wissenschaftsrates. Sie sieht sich dadurch gestärkt, den eingeschlagenen Weg der Kooperation und des Erfahrungsaustausches weiterzugehen. Professor Dr. Manfred Hennecke, Präsident der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft: "Die Empfehlungen bilden eine gute Grundlage für die positive Weiterentwicklung der deutschen Ressortforschung." Noch in diesem Jahr soll ein ressortübergreifendes Konzept einer modernen Ressortforschung vorgelegt werden.

Hintergrund:
Zur Ressortforschung des Bundes zählen rund 50 Einrichtungen, die wichtige Aufgaben für die Bundesministerien (Ressorts) und das Gemeinwohl übernehmen.
Die jetzt veröffentlichten Empfehlungen des Wissenschaftsrats beruhen auf einer schriftlichen Erhebung in allen Ressortforschungseinrichtungen sowie auf exemplarischen Begutachtungen von 13 dieser Einrichtungen.
Weitere Informationen: http://www.ressortforschung.de http://www.wissenschaftsrat.de/presse/pm_0407.html
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