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DAAD fördert Studienreise ins Vielsprachenland Suriname - Studierende der Freien Universität erforschen Besonderheiten d

06.02.2007 - (idw) Freie Universität Berlin

Eine Studienreise von Studierenden und Lehrenden des Instituts für Deutsche und Niederländische Philologie der Freien Universität Berlin in die südamerikanische Republik Suriname wird durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert. Ziel der Exkursion vom 28. Februar bis 11. März 2007 ist es, erworbene Kenntnisse über Entstehung, Struktur und Verwendung der Sprachen in der ehemaligen niederländischen Kolonie zu vertiefen. Die 15 Studierenden des Fachs Niederlandistik der Freien Universität sollen sich dabei mit der Verwendung und den Besonderheiten des surinamischen Niederländisch sowie den Charakteristika der surinamischen Literatur vertraut machen. Die Behandlung der Sprache(n), Kultur, Literatur und Geschichte der ehemaligen niederländischen Kolonien ist Bestandteil des Studienplans der Niederlandistik an der Freien Universität Berlin. An der Reise nehmen auch acht Studierende der Universität Leipzig teil. Die im Süden an Brasilien grenzende Präsidialrepublik Suriname war von 1667 bis 1791 im Besitz einer niederländischen Handelskompagnie und von 1815 bis 1975 eine Kolonie des Königreichs der Niederlande. Heute leben in dem 400.000 Einwohner zählenden Staat mehr als zehn verschiedene ethnische Gemeinschaften, die eine Vielzahl von Sprachen sprechen. Neben den Sprachen der indianischen Ureinwohner (unter anderem Karibisch und Arawak) gibt es eine große Zahl von Sprachen, die sich im Laufe der Kolonialzeit in Suriname entwickelt haben (wie die Kreolsprachen Sranan Tongo und Saramakkaans) oder von Arbeitsmigranten im späten 19. Jahrhundert nach Suriname gebracht wurden (Hindi, Javanisch, Chinesisch).

Trotz oder gerade wegen dieser multilingualen Situation hat man sich in Suriname nach der Unabhängigkeit für das Niederländische als offizielle Sprache entschieden. In Verwaltung, Wirtschaft, Bildung und Medien spielt das Niederländische nach wie vor eine dominante Rolle. Auch die surinamische Literatur bedient sich zum großen Teil der niederländischen Sprache, und dabei zumeist ihrer lokalen Variante, dem Surinaams-Nederlands. Im Januar 2005 wurde Suriname in die Niederländische Sprachunion aufgenommen. Gleichwohl sind die Diskussionen um die sprachliche Zukunft Surinams nicht verstummt.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
Dr. Ulrike Vogl, Institut für Deutsche und Niederländische Philologie der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-54867, E-Mail: uvogl@zedat.fu-berlin.de

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