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Damit der Motor läuft - der 3. Tag der Gesundheitsforschung beleuchtet das Herz als unser wichtigstes Lebensorgan

06.02.2007 - (idw) Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Greifswald erstmals bei der Auftakt-Live-Videokonferenz dabei
Mit neuer Rekordbeteiligung geht der bundesweite "Tag der Gesundheitsforschung" in die dritte Runde. Am Sonntag, dem 25. Februar 2007, stellen in ganz Deutschland 38 Kliniken und Institute ihre Forschungsaktivitäten rund um das "Herz - Motor des Lebens" vor und gewähren einmal mehr einer breiten Öffentlichkeit einen Blick hinter die Kulissen ihrer wissenschaftlichen Arbeit für den Patienten. Das Universitätsklinikum Greifswald beteiligt sich erneut an dem jährlichen Aktionstag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und wird am Veranstaltungstag erstmals live an der Auftakt-Videokonferenz teilnehmen. Zu dem 3. Tag der Gesundheitsforschung sind alle, die sich für die Gesundheitsforschung begeistern oder sich für die neuesten Erkenntnisse zu Ursachen, Behandlung und Vorsorge von Herzerkrankungen interessieren, recht herzlich eingeladen. Wissenschaftler, Ärzte, Sporttherapeuten und Vertreter der Krankenkassen ermöglichen von 10.00 bis 18.00 Uhr einen abwechslungsreichen und zum Teil auch überraschenden Einblick in die moderne Herzforschung und jüngsten Erfolge der Medizin. Auf dem Informationstag werden einerseits leicht verständliche Fachvorträge zu häufigen Herzerkrankungen angeboten, andererseits kann auf dem ganztägigen Gesundheitsmarkt im Klinikneubau die eigene Fitness gecheckt oder mit Herzexperten diskutiert werden (s. Programm). Greifswalder Mediziner präsentieren darüber hinaus, wie am Universitätsklinikum Greifswald mit innovativer Spitzenmedizin und High-Tech-Verfahren Herz-Kreislauf-Erkrankungen schonend und effektiv behandelt werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der eigenen Vorsorge für ein gesundes Herz- und Kreislaufsystem. Immerhin zählen Herz-Kreislauf-Erkrankungen weltweit mit Abstand zu der Todesursache Nr. 1. Bei einer vernünftigen Lebensweise, ausreichend Bewegung und richtiger Ernährung lassen sich jedoch die Risiken erheblich reduzieren und somit schmerzhafte Folgeerscheinungen vermeiden.

Alle Veranstaltungen am "Tag der Gesundheitsforschung" sind kostenfrei zugänglich und für die ganze Familie geeignet.

Flyer mit dem ausführlichen Programm liegen in allen Kliniken, Instituten und bei den Partnern des Gesundheitstages aus.

Alle weiteren Informationen unter http://www.tag-der-gesundheitsforschung.de

Universitätsklinikum Greifswald
Zentrum für Innere Medizin
Klinik und Poliklinik für Innere Medizin B
Direktor: Prof. Dr. med. Stephan Felix
Friedrich-Loeffler-Straße 23 a, 17475 Greifswald
T + 49 3834 86-66 56
F + 49 3834 86-66 57
E felix@uni-greifswald.de
http://www.klinikum.uni-greifswald.de

V E R A N S T A L T U N G E N
Sonntag, 25. Februar 2007, Hörsaal Nord und Atrium im Neubau des Universitätsklinikums, Ferdinand-Sauerbruch-Straße, Greifswald

11.00 Uhr - Zentrale Auftaktveranstaltung in Berlin mit Live-Videokonferenz
nach Greifswald, Münster, Würzburg, Eröffnung durch Staatssekretär Thomas Rachel (BMBF)

Vorträge und Gesprächsrunden

10.00 Uhr Begrüßung
Prof. Stephan Felix, Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin B Greifswald
(Kardiologie, Angiologie, Pneumologie und Internistische Intensivmedizin)
10.15 Uhr - "Akuter Herzinfarkt: Klinische Symptome"
Prof. Stephan Felix, Klinik und Poliklinik für Innere Medizin Greifswald
11.00 Uhr - "Warum sterben die Vorpommern früher als andere?"
Dr. Henry Völzke, Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin Greifswald
11.45 Uhr - "Plötzlicher Herztod"
Dr. Astrid Hummel, Klinik für Innere Medizin Greifswald
12.30 Uhr - "Laien-Defibrillation"
Prof. Michael Wendt, Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin Greifswald

13.00 Uhr - Mittagspause

13.30 Uhr - "Herz-Kreislauf-Prävention"
Dr. Jens Thonack, Institut für Community Medicine Greifswald
14.15 Uhr - "Therapie der Herzmuskelschwäche"
Dr. Alexander Staudt, Klinik und Poliklinik für Innere Medizin Greifswald
15.00 Uhr - "Interventionelle Kardiologie"
Dr. Klaus Empen, Klinik und Poliklinik für Innere Medizin Greifswald

15.30 Uhr - Kaffeepause

16.00 Uhr - "Herzinfarktrisiko bei der Schaufensterkrankheit"
Dr. Arne Kieback, Gefäßzentrum/Klinik und Poliklinik für Innere Medizin Greifswald
16.45 Uhr - "Lungenhochdruck (Pulmonale Hypertonie)"
Prof. Ralf Ewert, Klinik und Poliklinik für Innere Medizin Greifswald

Gesundheitsmarkt - Test-Stationen, Aktions- und Informationsstände
(10.00 - 18.00 Uhr)

Messung des Knöchel-Arm-Indexes - Abschätzung des Herzinfarktsrisikos
Simulation von Herz- Lungengeräuschen an einem Lungenmodell
Ultraschallmessung der Halsschlagader
Aktive Raucherentwöhnung
Bewegungs- und Auflockerungsübungen - Ambulantes Reha-Zentrum
Präventionsmöglichkeiten bei Herzkrankheiten (AOK, BEK, DAK)
Informationen zur Organspende und Ausstellen von Spenderausweisen
Literaturempfehlungen mit und zum Herz
Gesundheitscheck von Kuscheltieren - Greifswalder Teddybärklinik
Malwettbewerb und Ausstellung von Bildern zum Thema Herz
Von Herz zu Herz - Grundschüler backen Herzwaffeln

Führungen (17.30 - 18.30 Uhr) - Besichtigung des Lungenfunktionsbereiches
des Zentrums für Innere Medizin, Klinik und Poliklinik für Innere Medizin B
Friedrich Loeffler- Straße 23 a, Greifswald

Aktuelle Forschungs- und Vortragsthemen

Akuter Herzinfarkt - Symptome rechtzeitig erkennen: Neueste Untersuchungen haben gezeigt, dass vom Symptombeginn eines akuten Myokardinfarktes bis zur Therapie zu viel Zeit vergeht. Durch öffentliche Aufklärung soll erreicht werden, dass die Patienten die Symptome eines Herzinfarktes rechtzeitig erkennen und möglichst früh einen Notarzt rufen. Mittels Ballonkatheter kann das verschlossene Herzkranzgefäß in der Regel wieder geöffnet und ein schwerwiegender Herzinfarkt verhindert werden.

Warum sterben Vorpommern früher? Warum ist die Lebenserwartung in Vorpommern geringer ist als in anderen Teilen Deutschlands? Die Ergebnisse der größten Gesundheitsstudie Deutschlands reflektieren den ungesunden Lebenswandel in der nordöstlichsten Region und die gravierenden Folgen für die Menschen.

Der kleine Lebensretter: Die einzig wirksame Behandlung beim überraschenden Herztod ist die Defibrillation. Jede Minute ohne wirksame Wiederbelebung mit dem Defibrillator, der inzwischen an vielen öffentlichen Orten zur Verfügung steht, reduziert die Überlebenswahrscheinlichkeit um 10 %. Je früher die Defibrillation erfolgt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit des Überlebens ohne bleibende körperliche Schäden. Was müssen also Laien wissen, wenn es plötzlich ernst wird?

Sonderforschungsprojekt Blutwäsche: Trotz einer optimierten medikamentösen Therapie bleiben für Patienten mit Herzmuskelschwäche häufig nur chirurgische Behandlungen, wie die Transplantation oder die Implantation eines Herzunterstützungssystems (Schrittmacher). Die Greifswalder Kardiologen haben sich auf die Therapie dieser Herzerkrankung spezialisiert und mit ihrem Blutwäscheverfahren vollkommen neue Behandlungskonzepte entwickelt, wofür sie 2006 den Innovationspreis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gewannen.

Von den Beinen ins Herz: Bis vor wenigen Jahren standen bei der so genannten "Schaufensterkrankheit" die Linderung der Beschwerden und die Vermeidung einer Beinamputation im Vordergrund. Neue Forschungsergebnisse belegen jedoch, dass das frühe Erkennen der Schaufensterkrankheit für die Abschätzung des Herzinfarktrisikos wichtig ist. Als Schaufensterkrankheit bezeichnet man eine weit verbreitete Gefäßerkrankung in den Beinen, bei der die Betroffenen notgedrungen vor Schaufenstern stehen bleiben, weil sie starke Schmerzen haben. Verursacht werden die Schmerzen beim Gehen durch Arterienverkalkung in Gefäßen, die die Gliedmaßen versorgen. Im Gefäßzentrum gibt es inzwischen eine Vielzahl schonender Verfahren gegen die schmerzenden Beine und das drohende Herzinfarktrisiko.

Wenn die Lunge unter Hochdruck steht: Das Schlimme ist, Lungenhochdruck wird oft nicht erkannt. Die Erkrankten wandern Hilfe suchend von Arzt zu Arzt. Sind dann weder an Herz noch an Lunge Organschäden zu finden, wird der Patient meist mit einem Achselzucken entlassen - und das kann sein Tod sein. Als Symptom wird häufig die Luftnot, insbesondere bei Belastung, von den Patienten bemerkt. Durch die Ultraschalluntersuchung am Herzen können die Erkrankung aber gut erkannt und andere häufige Ursachen für die Luftnot ausgeschlossen werden.


Weitere Fotos zum Download unter http://www.tag-der-gesundheitsforschung.de, "Login Partner", Benutzername "Partner", Kennwort "TdGf".

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