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Das Magdeburger Geschichtsforum lädt ein: Die "Reichskristallnacht" in Magdeburg

07.02.2007 - (idw) Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Über Reaktionen der Opfer und der Täter auf die "Reichskristallnacht" in Magdeburg spricht Dr. Michael E. Abrahams-Sprod, Sidney, am Dienstag, dem 13.02.2006, um 19.00 Uhr in seinem Vortrag "Von zerbrochenem Glas zu zerstörten Leben". Die Veranstaltung findet im Tagungsraum der Universitätsbibliothek, Gebäude 30, Pfälzer Straße, statt. Dr. Abrahams-Sprod ist Gast des "Magdeburger Geschichtsforums", zu dem der Geschichtsverein für Magdeburg und Umland e. V. und die Universitätsbibliothek der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg regelmäßig Interessierte einladen. In dieser Vortragsreihe präsentieren Wissenschaftler neue Forschungen und Thesen zur Stadtgeschichte. Der Eintritt ist frei.

Nach dem antisemitischen Pogrom vom 9. November 1938 wurde lediglich das Problem des "zerbrochenen Glases" für die Amtsträger in Magdeburg zum Sinnbild für die Wiederherstellung des beschädigten Stadtbildes und für die Rückkehr der Provinzhauptstadt zur Normalität. Für die Magdeburger Juden dagegen symbolisierte das Ereignis die Zerstörung von Menschenleben und das Ende jeglicher Hoffnung auf eine Zukunft jüdischen Lebens im "Reich". Während die Juden sich zuerst noch um ihre Sicherheit vor Ort bemühten, versuchten sie schließlich verzweifelt, in andere Länder zu fliehen. Die Mehrheit der Juden war zur Emigration um jeden Preis und fast überallhin bereit. Gleichzeitig errichteten die NS-Machthaber einen Sperrwall antisemitischer Gesetze. Der Vortrag wird anhand von archivalischen Quellen und von Zeitzeugenaussagen auf die unterschiedlichen Reaktionen der Opfer und der Täter eingehen.

Michael Abrahams-Sprod, geb. 1964, studierte russische, deutsche und französische Philologie und promovierte 2006 an der Universität Sydney mit einer Dissertation über das Leben der Magdeburger Juden unter der NS-Herrschaft. Zur Zeit ist er u. a. als Universitätsdozent für jüdische und Holocaust-Studien in New South Wales und Sidney tätig. Für seine wissenschaftlichen Arbeiten, in deren Mittelpunkt immer wieder die Geschichte der Magdeburger Juden in der NS-Zeit stand, erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien.

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