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Forschungspreis für Ärztin Birgit Burkhardt

08.02.2007 - (idw) Justus-Liebig-Universität Gießen

Auszeichnung für hervorragende Forschungsleistungen auf dem Gebiet der
Non-Hodgkin-Lymphome des Kindes- und Jugendalters Dr. med. Birgit Burkhardt, Promotionsstudentin des gemeinsamen PhD-Studiengangs der Fachbereiche 11 - Medizin und 10 - Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen, ist am 2. Februar 2007 mit dem über 10.000 ¤ dotierten "Oldtimer-Markt-Forschungspreis" ausgezeichnet worden. Stifter des Preises ist die VF Verlagsgesellschaft mbH Mainz.

Mit der 32-jährigen Ärztin wurde eine außergewöhnliche Nachwuchswissenschaftlerin ausgezeichnet, deren hervorragende Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Verbesserung der Therapie und der Erforschung der Non-Hodgkin-Lymphome des Kindes- und Jugendalters national und international eine große Anerkennung gefunden haben, wie JLU-Präsident Prof. Dr. Stefan Hormuth anlässlich der Preisverleihung hervorhob.

Birgit Burkhardt beschäftigt sich, in den letzten Jahren ausgestattet mit einem Stipendium des Fachbereichs Medizin aus dem "Anschubfinanzierungsprogramm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses", vor allem mit der Erforschung der Bedeutung von Stückverlusten am langen Arm von Chromosom 6 bei lymphoblastischen T-Zell-Lymphomen des Kindes- und Jugendalters.

In einer methodisch sehr aufwändigen Untersuchung konnte sie dabei herausarbeiten, dass diese Stückverluste sich auf einen sehr engen Bereich eingrenzen lassen und so zeigen, dass der Verlust in einem bestimmten Bereich mit einem ca. 70 %-igen Risiko eines nachfolgenden Rezidivs der Erkrankung verbunden ist. Von besonderem Interesse ist dabei, dass Birgit Burkhardt damit erstmals einen prognostischen Parameter mit hohem prädikativen Wert herausgearbeitet hat, der die Identifizierung von Höchstrisikopatienten schon zum Zeitpunkt der Diagnosestellung ermöglicht.

Die Forschungsergebnisse von Birgit Burkhardt stellen eine wichtige Grundlage für weiterführende Arbeiten dar, insbesondere der Suche nach den verantwortlichen Genen, die möglicherweise in die Pathogenese der Erkrankung, vor allen Dingen aber in die Therapieresistenz beziehungsweise Sensivität involviert sind.

So wird Birgit Burkhardt bereits seit Jahren regelmäßig aufgefordert, ihre Forschungsergebnisse in höchst renommierten Fachzeitschriften zu veröffentlichen, auch erhält sie immer wieder Einladungen zur Vorstellung ihrer Arbeiten auf nationalen und internationalen Fachkongressen. Umso bedauerlicher ist es, dass die junge Ärztin nach Ablegung ihrer Disputation zum Erwerb ihres zweiten Doktortitels (PhD) Mitte Februar zunächst ihre Facharztausbildung in Kiel beginnen wird.

Kontakt:
Dekanat Fachbereich Medizin
- Öffentlichkeitsarbeit -
Lambert Stamer
Rudolf-Buchheim-Straße 6
35385 Gießen
Telefon: 0641 99 48030
E-Mail Lambert.Stamer@dekanat.med.uni-giessen.de

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