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Die erste Zigarette mit 12 Jahren? - Schüler der Robert-Bosch-Schule Homburg/Saar und Mitarbeiter des Universitätsklinik

08.02.2007 - (idw) Universität des Saarlandes

Eine Auftaktveranstaltung unter dem Motto "Mein Kind raucht, ich auch. Wie steige ich aus?" findet am Samstag, dem 10. Februar 2007, von 9.30 Uhr - 10.30 Uhr im Rahmen des Tages der offenen Tür der Robert-Bosch-Schule, Virchowstraße 7, in 66424 Homburg, statt. Im Rahmen der bestehenden Gesundheitspartnerschaft zwischen der Robert-Bosch Schule und dem Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) wird eine fächerübergreifende Projektwoche zum Thema "Gesunde Umwelt - gesunder Mensch" durchgeführt. Dabei werden Schüler und deren Eltern über die schädlichen Auswirkungen des Rauchens informiert. Zusätzlich sollen Wege und Möglichkeiten aufgezeigt werden, um wieder mit dem Rauchen aufzuhören.

Mit einer wissenschaftlichen Erhebung des Rauchverhaltens wurde in unterschiedlichen Klassen bereits begonnen. Das Thema wurde im Unterricht in Deutsch, Biologie, Zeichnen und Mathematik besprochen bzw. in den Mittelpunkt gerückt.
Wissenschaftlich begleitet und unterstützt wird dieses Projekt von Oberarzt Dr. Jürg Hamacher, Daniel Benndorf (Klinik für Innere Medizin V des UKS) und Dipl. Psych. Roberto D'Amelio (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie), in Form von Informationsveranstaltungen und Raucherentwöhnungskursen für Schüler der Robert-Bosch-Schule.
"Eine "Rauchfreie Schule" kann Kinder und Jugendliche wirkungsvoll darin stärken, schädliche Verhaltensweisen wie das Rauchen erst gar nicht zu beginnen. Darüber hinaus kann die Schule betroffene Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, wieder mit dem Rauchen aufzuhören", ist Dr. Hamacher überzeugt.
Der Einstieg in eine "Raucher-Karriere" beginnt nicht selten in jungen Jahren: So haben Repräsentativerhebungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ergeben, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland ihre erste Zigarette durchschnittlich bereits im Alter von 12 Jahren konsumieren. Leider bleibt es nicht immer bei einem gelegentlichen Konsum von Zigaretten, so dass mit 13 Jahren bereits ca. 10% und im Alter von 15 Jahren bereits ca. 28% aller Kinder in Deutschland täglich rauchen. Wie bei allen Gefährdungen im Kindesalter sind die Eltern zunächst die wichtigsten Vorbilder und "Weichensteller": In einer Nichtraucherfamilie ist die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder erst gar nicht damit beginnen, am größten. Mit zunehmendem Alter gewinnen dann andere Einflüsse an Bedeutung, wie z.B. der Freundeskreis, Idole, psychologischer Stress und (insbesondere bei Mädchen) die Unterdrückung des Hungergefühls, um schlank zu bleiben. Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass Rauchen als "Einstiegsdroge" zu betrachten ist, der zum Konsum weiterer schädlicher Drogen wie z.B. Cannabis verleitet.

Rauchen stellt das Krankheits- und Krebsrisiko Nr. 1 dar, weil Tabakkonsum weltweit für 25 % aller Krebstodesfälle und für mehr als 80 % aller Atemwegserkrankungen verantwortlich ist. Etwa 20 Millionen Deutsche im Erwachsenenalter rauchen, davon sind 12 Millionen Männer und 8 Millionen Frauen.

Ansprechpartner:
Volker Ruppert, Rektor der Robert-Bosch-Schule Homburg/ Saar, Telefon (06841) 9233-0.
Dr. Jürg Hamacher, Klinik für Innere Medizin V - Pneumologie, Allergologie, Beatmungs- und Umweltmedizin, Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS), Telefon (06841) 16-23600.

Hintergrund:
Gesundheitspartnerschaft zwischen Universitätsklinikum und der Robert-Bosch-Schule (RSB) in Homburg

Schirmherr der Gesundheitspartnerschaft, die am 23.11.2006 in der Robert-Bosch-Schule unterzeichnet wurde, ist Kultusminister Jürgen Schreier.

Schülerinnen und Schüler für Gesundheitsthemen zu begeistern und diese Inhalte mit einem kompetenten Partner gezielt in den Unterricht zu integrieren, war die Idee des Rektors der Robert-Bosch-Schule in Homburg Volker Ruppert und seiner Fachbereichsleiterin Biologie Christiane Ranker. Deren Projektvorstellungen wurden von Professor Dr. Hans Köhler, dem Vorstandsvorsitzenden des Universitätsklinikums des Saarlandes, sofort unterstützt.

Ziel der Partnerschaft ist die optimale gesundheitliche Bildung und Information der Schülerinnen und Schüler aller Altersklassen.
Die Schülerinnen und Schüler erhalten vom Universitätsklinikum grundlegende Informationen und Beratung zu Medizinthemen wie:

- Organtransplantation (Projekt erfolgreich abgeschlossen)
- Atmung/ Schädliche Folgen des Rauchens
- Ernährung und Verdauung
- Schwangerschaft und Geburt
- AIDS und Hepatitis
- Sucht und Prävention ?,

die sie durch eigene Recherche ergänzen und im Unterricht vertiefen. Die angeführten Themen sind an den Lehrplan Biologie angelehnt und sollen im Rahmen oder als Ergänzung des Pflichtunterrichts in der RSB durch Dozenten des UKS vorgetragen werden.

Diese Themen werden von den Lehrern der Robert-Bosch-Schule für die in Frage kommenden Klassen in die Lehrpläne integriert und möglichst umfassend in den entsprechenden Fächern behandelt.
Weitere Informationen: http://www.uks.eu http://www.uniklinikum-saarland.de/de/aktuelles/pressemitteilungen/2006/11/1164373053
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