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Prof. Clemens Schmitt erhält Richtenzhain Preis für Krebsforschung

15.02.2007 - (idw) Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch

S p e r r f r i s t: Freitag, 16. Februar 2007, 14.00 Uhr

Prof. Clemens A. Schmitt vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Charité - Universitätsmedizin Berlin ist in Heidelberg mit dem Walther und Christine Richtzenhain-Preis 2006 geehrt worden. Er teilt sich den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Preis mit Dr. Ana Martin-Villalba sowie Dr. Fabian Kießling, zwei jungen Forschern aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) Heidelberg. Die Auszeichnung wurde ihnen am 16. Februar 2007 im Rahmen eines wissenschaftlichen Kolloquiums im DKFZ überreicht. Prof. Schmitt erforscht ein Sicherungssystem des Körpers, die Seneszenz. Er konnte zum ersten Mal zeigen, dass dieses Zellschutzprogramm die Teilung von Vorläufern bösartiger Zellen stoppt. Im Gegensatz zur Apoptose, einem weiteren Schutzprogramm, sterben bei der Seneszenz die Tumorvorläuferzellen nicht ab, sondern fallen in eine Art permanenten Schlaf und verlieren die Fähigkeit sich zu teilen. Sie können somit den Körper nicht mehr durch ungebremstes Zellwachstum bedrohen. Erst kürzlich hatte Prof. Schmitt für Untersuchungen zum Seneszenzprogramm in der Entstehung von Lymphdrüsenkrebs den Curt-Meyer-Gedächtnispreis der Berliner Krebsgesellschaft erhalten. Prof. Schmitt leitet am MDC eine Forschungsgruppe und ist an der Charité als Hämatologe und Onkologe tätig.

Dr. Martin-Villalba erforscht die Apoptose im zentralen Nervensystem und entdeckte, dass die Blockade eines bestimmten Gens, das diesen programmierten Zelltod auslöst, die Regeneration des Rückenmarks nach Querschnittslähmungen fördert und die Folgen eines Schlaganfalls vermindert. Dr. Kießling ist Radiologe und entwickelte ein spezielles bildgebendes Verfahren, die "volumetrische Computertomographie" zur Darstellung haarfeiner Blutgefäße. Diese Informationen sind für Ärzte entscheidend, um den Erfolg von Therapien zu beurteilen.

Den Richtzenhain-Preis, der durch die Stiftung des Neurologen Walther Richtzenhain und seiner Frau Christine über das DKFZ verliehen wird, erhalten im Jahresrhythmus abwechselnd Doktoranden in Heidelberger Forschungsinstituten und Wissenschaftler aus der gesamten Bundesrepublik für Arbeiten auf dem Gebiet der "translationalen" (Übertragung von Forschungsergebnissen in die Klinik) Krebsforschung.

Barbara Bachtler
Pressestelle
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch
Robert-Rössle-Straße 10
13125 Berlin
Tel.: +49 (0) 30 94 06 - 38 96
Fax: +49 (0) 30 94 06 - 38 33
e-mail: presse@mdc-berlin.de
http://www.mdc-berlin.de/ueber_das_mdc/presse/index.htm
Weitere Informationen: http://www.mdc-berlin.de/ueber_das_mdc/presse/pressemitteilungen/2006/pm50.htm http://www.dkfz.de/pressemitteilungen
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