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Lehrer in die Betriebe: RUB und Arbeitgeberverbände vereinbaren Kooperation

15.02.2007 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Während das NRW-Schulministerium Lehrer dazu auffordert, Betriebspraktika zu absolvieren, macht das Zentrum für Lehrerbildung der RUB (ZfL) Nägel mit Köpfen: Im kommenden Sommersemester startet das Projekt "Lehr- und Lernprozesse in der betrieblichen Ausbildung", finanziell unterstützt von den Arbeitgeberverbänden Ruhr-Westfalen. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung wurde heute unterzeichnet. Ab April sind sechswöchige Praktika in der betrieblichen Ausbildung regionaler Unternehmen eine zusätzliche Komponente der gestuften Lehrerausbildung an der RUB. Bochum, 15.02.2007
Nr. 70

Lehrer in die Betriebe
Praktika für Lehramtsstudierende
RUB und Arbeitgeberverbände vereinbaren Kooperation

Während das NRW-Schulministerium Lehrer dazu auffordert, Betriebspraktika zu absolvieren, macht das Zentrum für Lehrerbildung der RUB (ZfL) Nägel mit Köpfen: Im kommenden Sommersemester startet das Projekt "Lehr- und Lernprozesse in der betrieblichen Ausbildung", finanziell unterstützt von den Arbeitgeberverbänden Ruhr-Westfalen. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung haben das ZfL und die Arbeitgeberverbände heute unterzeichnet. Ab April sind sechswöchige Praktika in der betrieblichen Ausbildung regionaler Unternehmen eine zusätzliche Komponente der gestuften Lehrerausbildung an der RUB.

Alle Beteiligten profitieren

Das Projekt hat zwei zentrale Ziele: Künftige Lehrer sollen Einblick in das gegenwärtige Ausbildungssystem bekommen, zugleich sollen sie die jeweilige betriebliche Ausbildung mit wissenschaftlichem Know-how unterstützen, zum Beispiel durch neue didaktische Methoden. "Letztlich profitieren davon alle Beteiligten: die Studierenden, die Auszubildenden und die Ausbildungsleiter in den Betrieben", sagt Prof. Dr. Gabriele Bellenberg (Institut für Pädagogik der RUB), die seit kurzem neue Leiterin des ZfL ist.

Den Horizont erweitern

Das Projekt hat einen "Rückkopplungseffekt": Die Studierenden werden hinsichtlich ihrer späteren berufsvorbereitenden Aufgaben als Lehrerinnen und Lehrer geschult. Sie sollen außerhalb ihres üblichen Tätigkeitsfeldes die Wirtschaftswelt und ihre allgemeinen Zusammenhänge kennen lernen. Dadurch erweitern sie ihre Beratungskompetenzen für die Berufswahlvorbereitung im Schulunterricht und ihre Kenntnisse in wirtschaftlichen Fragestellungen für den Fachunterricht.

Namhafte Partner

"Vor diesem Hintergrund ist die arbeitsmarktpolitische und gesellschaftliche Relevanz des Projekts sehr hoch", sagt Dr. Christiane Mattiesson vom ZfL. Zumal das Projekt einen Teilbereich der seit Jahren angespannten Lage auf dem Ausbildungsmarkt fokussiert: die viel diskutierte "mangelnde Ausbildungsreife" jugendlicher Auszubildender. Die Projektinhalte entwickelte das Zentrum für Lehrerbildung in einem Arbeitskreis mit den Arbeitgeberverbänden Ruhr-Westfalen sowie den teilnehmenden Firmen und Behörden - das sind unter anderem solch namhafte Unternehmen wie Bosch, Eickhoff, ThyssenKrupp, Opel und die BKK Aktiv.

Modul im Optionalbereich


In der RUB ist das Projekt organisatorisch dem "Optionalbereich" zugeordnet, der Bachelor-Studierenden zusätzliche Schlüsselqualifikationen vermittelt. In den Betrieben sind die Ausbildungsmeister und -leiter die Ansprechpartner für die Studierenden. Das Modul steht Studierenden aller Fächer im 3. und 4. Semester eines Bachelor-Studiengangs offen; insbesondere solchen, die später den Abschluss Master of Education (Lehramt) anstreben.

Weitere Informationen

Dr. Christiane Mattiesson, Zentrum für Lehrerbildung der RUB, Tel. 0234/32-11941, E-Mail: christiane.mattiesson@rub.de

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