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"Bobinage" erhält Förderpreis der Architektenkammer

15.02.2007 - (idw) Hochschule Biberach

Mit dem ersten Preis ist ein Studierenden-Projekt der Hochschule Biberach ausgezeichnet worden: Beim Studenten-Förderpreis "Das Architekturdetail im Gesamtentwurf" der Architektenkammern Baden-Württemberg und Bayern erhielt der Brückenentwurf "Bobinage" den ersten Preis. Der 1 500 ¤ dotierte Preis wurde jüngst bei der Fachmesse Bau 2007 in München verliehen. Die Preisnehmer sind Anna Karg, Gerd Riedmiller und Michael Geiger aus dem Studiengang Architektur und sowie Alexander Erz und Stefan Bieger aus dem Studiengang Bauingenieurwesen. In einem interdisziplinären Projekt bei den Professoren Matthias Loebermann (Architektur) sowie Dr. Martin Ernst, Dr. Günter Lumpe und Kurt Schwaner (Bauingenieurwesen) entwickelten sie diese Brücke, deren Name aus dem Französischen übersetzt "Wicklung" bedeutet.
Die Wicklung beruht auf einem einfachen Konstruktionsprinzip, das sich aus sieben Grundstäben zusammensetzt. Sie sind innerhalb des Geflechts gedreht und gespiegelt; um eine Überschneidung der einzelnen Stäbe zu verhindern, liegen sie in vier in sich verschobenen Ebenen.

Der Entwurf zeichne sich, so das Preisgericht, insbesondere durch die "eigenwillige Interpretation des Tragwerkes" aus. Jenseits der funktionalen Zwänge werde das Bauwerk zu einer Skulptur mit großem Wiedererkennungswert, die tags und nachts überraschend in Erscheinung trete.

Hintergrund des Projektes war eine konkrete Aufgabenstellung der Stadt Wangen im Allgäu: Die Studierenden sollten eine innovative, moderne Brückenlösung finden, die sich in den baulichen Kontext der mittelalterlichen Stadt Wangen einfügt oder sich gleichzeitig als eigenständige Position in Kontrast zum städtebaulichen Umfeld behaupten kann.

Der von den Architektenkammern ausgezeichnete Entwurf entwickelte sich aus der Idee, einen Brückenraum zu schaffen, der mehr ist als ein einfaches Verbindungsstück, so die Studierenden in ihrer Entwurfsbeschreibung. "Bobinage" wolle zum Verweilen einladen und als sinnbildliches Eingangsportal zur Altstadt stehen. Wie ein "neues Wahrzeichen Wangens", beschreiben die Studierenden ihre Arbeit. Tatsächlich ermöglicht die asymmetrische Struktur der Konstruktion unterschiedliche Ein- und Ausblicke auf die Altstadt, die somit immer wieder neue spannende Blickbeziehungen zur umliegenden Umgebung aufbauen.

Die beiden Eingangstore dienen aber auch der Technik, erläutern die Studierenden, und bilden die Ankerpunkte des Geflechts. Im Inneren der Tore befinde sich außerdem die Hydraulik der Hebeeinrichtung, die durch ihre Einfachheit besteche: bedienungsfreundlich und wartungsarm. Auch sei die Brücke bei Hochwasser in kürzester Zeit aus der Gefahrenzone gehoben - ein wichtiger Aspekt für den Hochwasser gefährdeten Standort Wangen.

Alle Entwürfe der interdisziplinären Gruppe werden im März im Hospital zum Heiligen Geist (Spitalstraße 16) in Wangen ausgestellt; Vernissage ist am 23. März ab 19.30 Uhr.
Weitere Informationen: http://www.hochschule-biberach.de
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