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Berliner Politikwissenschaftlerin auf Dorothea-Erxleben-Professur

17.02.2003 - (idw) Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg


Prof. Dr. Koch-Baumgarten Im Wintersemester 2002/03 wurde Privatdozentin Dr. Sigrid Koch-Baumgarten, Politikwissenschaftlerin, auf die Dorothea-Erxleben-Professur der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg berufen. "Wahlen im europäischen Vergleich", "Politikwissenschaftliche Geschlechterforschung", "Einführung in das Politische System der Bundesrepublik" und "Verbände im Politischen System der BRD" sind die Themen ihrer Lehrveranstaltungen an der Magdeburger Universität und für die Computervisualisten bietet sie im Sommersemester eine Lehrveranstaltung zum Mediensystem in der BRD an. Geplant hat Sigrid Koch-Baumgarten auch eine Studentenkonferenz, die gemeinsam mit dem Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin durchgeführt werden soll. Ihr Anliegen ist es, eine wissenschaftliche Veranstaltung zu simulieren und die Arbeitsergebnisse von Studierenden in einer studentischen Öffentlichkeit vorzustellen und diese so mit der Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse und mit der Praxis der Politikberatung vertraut zu machen. Über Aspekte der Globalisierung in der Politik will die Wissenschaftlerin im Sommersemester 2003 ihre Antrittsvorlesung halten.

Sigrid Koch-Baumgarten studierte Politikwissenschaft, Neuere Geschichte und Philosophie, promovierte 1983 mit Auszeichnung zum Dr. phil. und habilitierte sich 1997 an der Freien Universität Berlin, wo sie als Oberassistentin beurlaubt ist. Während ihrer Habilitation erhielt Sigrid Koch-Baumgarten ein Stipendium zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen der Freien Universität Berlin.
Anfang der 80er Jahre verlieh ihr die Friedrich-Ebert-Stiftung ein Promotionsstipendium und von 1986 bis 1989 wurde sie mit einem Post-Doktoranden-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet. Ein Forschungsaufenthalt führte sie 1987 an die University of Warwick, Coventry/Großbritannien.

Die Politikwissenschaftlerin war u. a. Mitarbeiterin an der Arbeitsstelle Nationale und Internationale Gewerkschaften - Politische Regulierung der Arbeitsbeziehungen (Prof. Dr. Siegfried Mielke und Prof. Dr. Bodo Zeuner) an der Freien Universität Berlin und wirkte in verschiedenen Forschungsprojekten zur Parteien-, Kommunismus-, Geschlechter- und Gewerkschaftsforschung mit.

Seit 1989 lehrt sie am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Politisches System der Bundesrepublik Deutschland, ökonomische und historische Grundlagen der Politik sowie politikwissenschaftliche Geschlechterforschung. Für zwei Semester übernahm sie im Studienjahr 2001/02 eine Vertretungsprofessur an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg. Aus dieser Lehr- und Forschungstätigkeit ist eine Publikation über das Wahl- und Partizipationsverhalten von Studierenden auf der Basis einer Umfrage an der Duisburger Universität in Arbeit. Des weiteren arbeitet Sigrid Koch-Baumgarten aktuell an Veröffentlichungen zum Länderparlamentarismus in der Bundesrepublik, zur Widerstandstätigkeit von Gewerkschafterinnen im Nationalsozialismus und zur Globalisierung und zu industrieller Demokratie. Erschienen sind bereits zahlreiche Sammelbände, Monographien und Artikel in - auch englischsprachigen - Fachzeitschriften über die politischen Folgen von Globalisierungsprozessen, über Parteien, Verbände, internationale Gewerkschaften, über den Kommunismus in der Weimarer Republik und Geschlechterpolitik.

1997/98 wurde die Dorothea-Erxleben-Professur an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg eingerichtet. Mit dieser Professur will die Universität besonders Wissenschaftsdisziplinen fördern, in denen Frauen unterrepräsentiert sind. Zugleich sollen Forscherinnen die Chance zur weiteren fachlichen und persönlichen Profilierung erhalten. Bisher hatten Wissenschaftlerinnen aus den Disziplinen Informatik, Medizin, den Natur- und Wirtschaftswissenschaften für ein oder zwei Semester diese Professur inne. Die Professur ist nach Dorothea Erxleben (1715 bis 1762) benannt worden, die als erste deutsche Frau 1754 in Halle den medizinischen Doktortitel erwarb.

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