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Professor Dr. Peter Meusburger erster Seniorprofessor der Universität Heidelberg

19.02.2007 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Inhaber der ersten förmlich ausgesprochenen distinguished senior professorship - Rektor Prof. Dr. Peter Hommelhoff beschrieb bei einem Festakt in der Alten Aula die Ziele, die die Universität Heidelberg mit der Ernennung anstrebt Der Wirtschafts- und Sozialgeograph Professor Dr. Peter Meusburger ist seit vergangenem Freitag erster Seniorprofessor der Universität Heidelberg. Rektor Prof. Dr. Peter Hommelhoff skizzierte bei einem Festakt in der Alten Aula die Ziele, die die Universität Heidelberg mit der Ernennung anstrebt. "Professor Meusburger ist wie nur wenige andere berufen, diese Tradition der Seniorprofessur an der Ruprecht-Karls-Universität zu begründen", sagte Hommelhoff vor Hunderten von Gästen, darunter zahlreichen Studierenden.

"Was feiern wir heute eigentlich?", begann der Rektor seine Rede. Gewiss nicht den 65. Geburtstag von Professor Peter Meusburger; denn der stehe erst im März an. "Dann seinen Abschied aus der Universitätslaufbahn? - Das auch nicht; denn Professor Meusburger bleibt der Ruprecht-Karls-Universität gottlob erhalten: nicht allein als Emeritus, sondern als Inhaber der ersten förmlich ausgesprochenen distinguished senior professorship."

"Aus dem Blickwinkel des Rektorats geht es heute nicht allein um den Abschied Professor Meusburgers von seinem Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie, den er seit 1982 inne- und trotz des ehrenvollen Rückrufes an seine Heimatuniversität Innsbruck nicht verlassen hat. Vielmehr und vorzüglich möchte das Rektorat ihn heute mit der Würde des neu geschaffenen Seniorprofessors ehren" (Hommelhoff).

Mit dieser neuen Würde verfolgt die Ruperto Carola nach den Worten des Rektors drei Ziele: zum ersten will die Universität mit ihr jene Professorinnen und Professoren ehren, die sich als ausgezeichnete Forscher und akademische Lehrer, aber auch und vor allem in herausragender Weise um die gesamte Universität verdient gemacht haben. Zum zweiten möchte die Ruperto Carola den reichen Erfahrungsschatz ausgewählter Kolleginnen und Kollegen nach ihrer Emeritierung oder Pensionierung aktiv nutzen, ohne dem Nachwuchs zum Dritten den Zugang auf die Professur zu versperren.

"Aufgabe des Seniorprofessors mag es sein, eine wissenschaftliche Einrichtung zu etablieren und zu konsolidieren; oder in strukturierten Promotionsprogrammen den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern; tatkräftig mit dazu beizutragen, die gewachsenen Lehraufgaben in einer Fakultät zu bewältigen; oder internationale Partnerschaften unserer Universität zu pflegen."

Diese Aufgaben sollen ganz individuell zugeschnitten werden können, müssen jedoch "der Ruperto Carola einen sinnvollen und sichtbaren Ertrag schon deshalb erbringen, weil die Universität dem Seniorprofessor eine Reihe von Jahren lang Gegenleistungen erbringt: eine kleine Kernausstattung zur Bewältigung seiner Aufgaben sowie einen Ehrensold, der gewiss nicht die Tätigkeit des Seniorprofessors vollauf vergütet, aber auch nicht als symbolischer 'one Dollar' qualifiziert werden kann. Allerdings: nicht um Geld geht es, sondern vor allem anderen um Ehre. Die Würde eines Seniorprofessors wird auf Lebenszeit verliehen. Ihre Träger werden im Personalverzeichnis der Ruprecht-Karls-Universität nach ihren Nobelpreisträgern aufgelistet."

Professor Meusburger sei wie nur wenige andere berufen, diese Tradition der Seniorprofessur an der Ruprecht-Karls-Universität zu begründen. Als Forscher vor allem auf dem Gebiet der Bildungs- und Arbeitsmarktgeographie durch zahllose Publikationen ausgewiesen und über die ganze Welt vernetzt, habe er sich zugleich um seine Studierenden und um den wissenschaftlichen Nachwuchs engagiert und erfolgreich gekümmert. Zugleich - und das mache das Besondere in der Laufbahn Professor Meusburgers aus - habe er sich seit Mitte der achtziger Jahre vielfältig für Aufgaben und Funktionen in der Akademischen Selbstverwaltung der Ruperto Carola zur Verfügung gestellt: als Rektoratsbeauftragter mehrfach, als Dekan der Fakultät für Geowissenschaften, als Prorektor im Rektorat Ulmer, als Mitglied des Verwaltungsrats, als Wahlsenator und als Erster Sprecher des Senats.

"Diesem neu geschaffenen Amt zur Stärkung des Senats hat Professor Meusburger, sensibel die Impulse aus den universitären Statusgruppen aufgreifend und die unterschiedlichen Belange und Interessen ausgleichend, sofort Konturen als Garant der Gesamtuniversität verliehen", so Hommelhoff. Unvergesslich seien seine Bemühungen um die Heidelberger Wirtschaftswissenschaften und vor allem um die Hochschulmedizin und die Zusammenführung ihrer beiden Fakultäten in Heidelberg und Mannheim. "Was Sie hier als Vorsitzender zweier Senatskommissionen geduldig und doch zielorientiert im Gesamtinteresse unserer Universität angeschoben und in Bewegung gebracht haben, hat in den Leitungsorganen und im Ministerium zu recht höchsten Respekt und Anerkennung gefunden: Sie haben ganz maßgeblich in der Ihnen eigenen Bescheidenheit und doch zugleich Festigkeit den Weg gebahnt, auf dem die Ruprecht-Karls-Universität nun Schritt für Schritt zum Ziel der einen Hochschulmedizin der Universität Heidelberg im weltweiten Wettbewerb der Lebenswissenschaften vorangehen kann. Herzlichen Dank."

Mit alledem markiere Professor Meusburger das Anforderungsprofil für Seniorprofessoren: die Latte liege hoch. Auch insofern sei Herr Meusburger in Person und Wirken ein Glücksfall für die Ruperto Carola. "Ihr größtes Glück liegt jedoch im weiteren Wirken Professor Meusburgers für unsere Universität: in seiner Hilfe für das Heidelberger Zukunftskonzept in der Exzellenzinitiative, für die Umstrukturierung der Geowissenschaften in Heidelberg und im Land, für die Pflege unserer Partnerschaft mit der Eötvös Lorand Universität in Budapest und für die Durchführung zweier wissenschaftlicher Großprojekte. Sie haben vor allem auch Bedeutung für den wissenschaftlichen Nachwuchs der Ruperto Carola."

"Aus all diesen Gründen ist es mir, dem Rektor der Ruprecht-Karls-Universität, eine herausragende Ehre und persönlich große Freude, Ihnen, hochverehrter, lieber Herr Meusburger, heute mit dem tiefen herzlichen Dank für Ihr jahrzehntelanges Wirken die Ehre eines 'ausgezeichneten Seniorprofessors der Ruprecht-Karls-Universität' verleihen zu dürfen" (Hommelhoff).


Rückfragen bitte an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

Irene Thewalt
Tel. 06221 542311, Fax 542317
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

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