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Unterschiedliche Verpflichtungen aus globaler Gerechtigkeit und Menschenrechten.

20.02.2007 - (idw) Kulturwissenschaftliches Institut

Ein öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Georg Lohmann (Universität Magdeburg) am 26. Februar 2007 um 18.15 Uhr im Kulturwissenschaftlichen Institut, Essen. Probleme globaler Gerechtigkeit werden im Lichte unterschiedlicher Konzeptionen diskutiert. Dabei geht es insbesondere um Fragen der globalen Verteilungsgerechtigkeit von Gütern und Ressourcen, um Tauschgerechtigkeit und Regeln des fairen Welthandels und um Fragen globaler humanitärer Hilfe. Gegenwärtig streiten maximale moralische Positionen, die alle Menschen in der gleichen Weise zu einem moralischen Optimum verpflichten, mit minimalen Positionen, die für die internationalen Beziehungen zwischen den Staaten nur geringe oder gar keine Gerechtigkeitsverpflichtungen behaupten. Zwischen diesen Extrempositionen gibt es Konzeptionen, die im Ausgang von den Menschenrechten bestimmte und zugleich beschränkte Verpflichtungen begründen.
Der Vortrag untersucht solche Ansätze (von Thomas Pogge, John Rawls und Armatya Sen) und vergleicht sie vor allem hinsichtlich der Fragen, wer durch welche normative Konzeption gegenüber wem zu was verpflichtet ist. Insbesondere im Anschluß an Armatya Senn soll verdeutlicht werden, wie die Orientierung an den Menschenrechten es gestattet, eine plurale und differenzierte Bestimmung globaler Gerechtigkeit und der ihr entsprechenden Verpflichtungen zu gewinnen.

Georg Lohmann ist Professor für praktische Philosophie an der Universität Magdeburg. Studium der Philosophie, Soziologie und Politologie; Promotion 1986, Habilitation 1992; Forschungsschwerpunkte: Moralphilosophie und angewandte Ethik, politische Philosophie und Rechtstheorie, Sozialphilosophie und soziologische Theorienbildung, Kulturphilosophie und Zeitdiagnosen.

Georg Lohmann ist Gast der Forschungsgruppe "Kulturen der Verantwortung" am Kulturwissenschaftlichen Institut, Essen. Die Forschungsgruppe untersucht unter der wissenschaftlichen Leitung von PD Dr. Ludger Heidbrink (Kulturwissenschaftliches Institut, Essen/Universität Kiel) die moralischen, politischen, ökonomischen und globalen Rahmenbedingungen komplexer Verantwortungsgesellschaften.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.kwi-nrw.de oder unter der Telefonnummer 0201/7204-213.
Weitere Informationen: http://www.kwi-nrw.de
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