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Preis für "plakativen" Kampf gegen rechts

18.02.2003 - (idw) Fachhochschule Dortmund

Große Ehre für den Fachbereich Design der Fachhochschule Dortmund: Das Projekt "Design gegen rechts" wurde im Februar vom bundesweiten "Bündnis für Toleranz und Demokratie" mit einem Preisgeld von 5000 Euro ausgezeichnet. Über 150 Studierende hatten sich unter der Leitung der Professoren Johannes Graf und Dieter Ziegenfeuter künstlerisch mit dem Problem des Rechtsextremismus auseinandergesetzt.

Es entstanden 160 Arbeiten: Plakate, Objekte und auch Filme, die sich durch Witz und Biss, aber auch Tabulosigkeit auszeichnen. Dr. Reiner Schiller-Dickhut, Geschäftsführer des Bündnisses, würdigte das Engage-ment der Teilnehmer und betonte, die Arbeiten seien ein Beispiel dafür, wie man das Thema Rechtsradikalismus ernst nehmen und trotzdem künstlerisch-spielerisch umsetzen könne. Auch der Dortmunder Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer befand: "Ausgezeichnete Arbeiten, die keine zusätzliche Erklärung brauchen. Wenn sich junge Menschen nachhaltig für Demokratie und Toleranz einsetzen, ist das das Beste, was unserer Stadt passieren kann." Ein weiterer Preisträger aus Dortmund ist die Kontaktstelle der Evangelischen Jugend Dortmund-Mitte-Nordost. Sie wurde für ihre Projekte "Schule ohne Rassismus" und "D-Eskaltion" mit 2000 Euro geehrt. Dort wurden u. a. 110 Schulen im Einsatz gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit vernetzt sowie ein reger Schüler- und Lehreraustausch in Gang gebracht. Darüber hinaus verglich man Antirassismusarbeit in Ost- und Westdeutschland und unternahm Experimente, um die Zivilcourage der Bürger bei radikalen Ausschreitungen zu fördern.

Das Demokratie-Bündnis, dem 900 Organisationen angeschlossen sind, hatte zum zweiten Mal den Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz" ausgerufen, um beispielhafte Aktionen öffentlich zu machen. Aus insgesamt fast 300 Bewerbungen wurden 89 ausgewählt und mit Preisgeldern zwischen 1000 und 5000 Euro bedacht. Sie sollen Impulse geben für weitere Gruppen, die sich einsetzen wollen, wie Bündnis-Geschäftsführer Dr. Schiller-Dickhut erklärte. "Wir hoffen, dass so der Ausländerfeindlichkeit und der Gewalt langfristig der Boden entzogen wird."
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