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Modernstes Zentrum für Schwerbrandverletzte eröffnet

28.02.2007 - (idw) Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Medizinische Hochschule Hannover HANNOVER. Die Medizinische Hochschule (MHH) hat am (heutigen) Mittwoch das Zentrum für Schwerbrandverletzte eröffnet. Nach nur einjähriger Umbauzeit ist hier für rund sechs Millionen Euro ein Zentrum der Supramaximalversorgung für Schwerbrandverletzte entstanden. Es kann als das modernste in Deutschland bezeichnet werden und verfügt über erhebliche überregionale Bedeutung. Von den Gesamtkosten hat das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur 4,5 Millionen Euro und das Niedersächsische Sozialministerium 1,5 Millionen Euro für den Umbau bereitgestellt. "Das neue Zentrum für Schwerbrandverletzte ist eine große Bereicherung für die hochspezialisierte medizinische Versorgung in Niedersachsen und in Deutschland", sagte der Staatsekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur Dr. Josef Lange anlässlich der Eröffnung.

MHH-Vizepräsident Dr. Andreas Tecklenburg, Präsidiumsmitglied für das Ressort Krankenversorgung, ergänzte: "Aus klimatechnischer, hygienischer und medizintechnischer Sicht ist diese Station einzigartig und wird ihrem überregionalem Versorgungsauftrag in höchstem Maße gerecht." Bei dem Zentrum handelt es sich um eine Schwerbrandverletzten-Intensivstation, die im Wesentlichen aus sechs Patientenzimmern mit sterilen "Verbrennungsbetten", einem speziellen Operationssaal und einem Hydrotherapiebad für die Reinigung und Desinfektion der Patienten besteht.
Die Station ist technisch höchst anspruchsvoll ausgestattet, da die besondere Art der Verletzungen höchste Anforderungen an die Raum- und Klimatechnik stellt. So muss eine Raumtemperatur von 40 ° C und eine tropische Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent vorherrschen, um bei den Patienten den durch die verletzte Haut verursachten Wärme- und Feuchtigkeitsverlust auszugleichen. Auch muss aufgrund der hohen Infektionsgefahr Keimfreiheit gewährleistet sein. Die besonderen Bedingungen der Station und ihrer Patienten sowie die aufwändigen Therapiemethoden stellen für Ärzte und Pflegepersonal eine besondere Herausforderung dar.

Die Station für Schwerbrandverletzte befand sich als letzter Bereich der Abteilung Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie noch im Klinikum Region Hannover Oststadt. Die Unterbringungsbedingungen waren nach 30 Jahren nicht mehr zeitgemäß. Die Wissenschaftliche Kommission des Landes Niedersachsen hatte außerdem die räumliche Anbindung an die MHH dringend empfohlen, um die in Wissenschaft und Krankenversorgung höchst renommierte Abteilung von Professor Dr. Peter Vogt qualitativ adäquat unterzubringen. Die Verlagerung des größten Teils der PHW-Chirurgie in die MHH konnte bereits vor einem Jahr abgeschlossen werden. "Mit der Einheit von klinischer Versorgung, Forschung und Lehre bestehen hier an der MHH die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Brandverletztenbehandlung zum Beispiel im Hinblick auf neuartige Hautersatzverfahren oder Infektionsbehandlung", sagte Professor Vogt in seiner Rede. Mit der Eröffnung des Zentrums für Schwerbrandverletzte ist die Abteilung nunmehr vollständig in die MHH verlagert.

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