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"Bauhaus am Kiosk" lockt die Besucher

28.02.2007 - (idw) Universität Erfurt

Große Resonanz auf die Ausstellung der Universität Erfurt im Bauhaus-Archiv Berlin (Berlin). Die Stühle waren im Nu belegt, und manche Besucher konnten nicht einmal einen Stehplatz ergattern: Die Eröffnung der Sonderausstellung "Das Bauhaus am Kiosk", die Medienforscher der Universität Erfurt für das Bauhaus-Archiv in Berlin erarbeitet hatten, wurde zu einem unerwarteten Publikumsmagneten. Mehrere hundert Neugierige drängten sich um die Hefte der Zeitschrift 'die neue linie' - einer Lifestyle-Illustrierten, die zwischen 1929 und 1943 die Ideen Bauhaus-Typographie einem Massenpublikum erschlossen. "So viel Resonanz hatten wir schon lange nicht mehr bei einer Vernissage", zeigte sich Dr. Annemarie Jaeggi, Direktorin des Bauhaus-Archivs, erstaunt über das große Interesse in der an Kulturevents so reichen Hauptstadt.

Über zwei Wochen hinweg leiteten Prof. Dr. Patrick Rössler und Prof. Dagmar Demming von der Universität Erfurt den Aufbau. Für die Ausstellung wurden mehrere Bauten angefertigt, die ihre Wirkung auf den Betrachter nicht verfehlen, darunter zwei Schaufenster mit zeitgenössischer Kleidung und echten Modepuppen, ein Wohnzimmer-Ambiente mit Bauhaus-Möbeln und natürlich einen Kiosk. "Wir konnten die Ideen unserer Studierenden ohne Einschränkungen umsetzen", bilanzierte die Künstlerin Demming, "aber der Aufwand war schon enorm". Und so resultierte die enge Kooperation zwischen den Ausstellungsexperten am Bauhaus-Archiv und der Erfurter Projektgruppe in einer außergewöhnlichen Präsentation, die auch in der Medienberichterstattung deutliche Spuren hinterließ.

Auf der Eröffnungsveranstaltung betonte der Erfurter Bundestagsabgeordnete Carsten Schneider die Signalwirkung, die von einer solchen Zusammenarbeit zwischen Hochschule und öffentlichen Einrichtungen ausgeht. Insbesondere das Erfurter Studium Fundamentale, eine interdisziplinäre Spezialität der hiesigen Bachelor-Programme, brachte die gemeinsamen Stärken von Medienstudenten, Künstlern und Hörern anderer Fachgebiete gut zur Geltung. In seinem Vortrag zum Ausstellungsthema verdeutlichte Rössler, Gastkurator und Autor des umfangreichen Katalogs, nochmals die besondere Rolle der 'neuen linie' als stilbildende Publikation des 20. Jahrhunderts mit einer wechselvollen Geschichte.

Die Ausstellung ist noch bis zum 16. April im Bauhaus Archiv Berlin zu sehen.

Auf Wunsch übersenden wir Ihnen Bildmaterial.
Achtung: Das ursprünglich für den 7. März angekündigte Pressegespräch entfällt. Prof. Dr. Rössler steht aber für Rückfragen und Interviewwünsche zur Verfügung.

Katalog:
Patrick Rössler: die neue linie 1929-1943. Das Bauhaus am Kiosk. Großformat, 176 Seiten, ca. 300 Abb., an der Museumskasse ¤ 17,50.

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