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Klammern oder Nähen?

01.03.2007 - (idw) Universitätsklinikum Heidelberg

Europaweite klinische Studie vergleicht Operationstechniken bei Eingriff an der Bauchspeicheldrüse / Studienzentrum der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (SDGC) in Heidelberg federführend / Förderung mit 1,5 Millionen Euro Klammern oder Nähen? Welche Operationsmethode ist bei der Entfernung des entzündeten oder vom Tumor befallenen Schwanzes der Bauchspeicheldrüse am besten geeignet? Welche Technik hat weniger Komplikationen zur Folge, ist für den Patienten mit weniger Schmerzen verbunden und hat ermöglicht einen kürzeren Klinikaufenthalt?

Das Studienzentrum der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (SDGC) an der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Markus W. Büchler) untersucht in einer klinischen Studie mit mehr als 300 Patienten an 20 Zentren in Europa die Vor- und Nachteile beider Verfahren. Die Studie (DISPACT) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 1,5 Millionen Euro gefördert und soll bis zum Jahr 2012 abgeschlossen sein.

Jährlich erkranken mehr als 10.000 Menschen in Deutschland an einem bösartigen Tumor der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Die häufigste Operation ist die Entfernung eines Teils der Drüse - entweder des vorderen Kopfteils oder des hinteren Drüsenschwanzes. Dieser Eingriff wird auch bei der chronischen Entzündung des Organs vorgenommen.

Der Pankreasschwanz wird hauptsächlich durch zwei Operationstechniken entfernt: Entweder wird das Gewebe nach Abtrennung des erkranken Gewebes mit Nähten verschlossen oder mit einem Klammernahtgerät abgesetzt. Eine Pilotstudie des Studienzentrums der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie hat für keine der beiden Techniken eindeutige Vorteile feststellen können.

Das SDGC ist eine Einrichtung der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie und der Medizinischen Fakultät Heidelberg, die Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Sie hat den Auftrag, in Zusammenarbeit mit dem Heidelberger Institut für Biometrie und dem Koordinierungszentrum für Klinische Studien, in großen Studien die Effektivität von Operationen zu wissenschaftlich überprüfen und damit die Basis für die Entwicklung optimale chirurgische Behandlungsstrategien zu entwickeln.

Weitere Information im Internet:
www.sdgc.de

Literatur:
1. Knaebel HP, Diener MK, Wente MN, Buchler MW, Seiler CM: Systematic review and meta-analysis of technique for closure of the pancreatic remnant after distal pancreatectomy. Br J Surg. 2005 May;92(5):539-46.

2. Knaebel HP, Diener MK, Wente MN, Bauer H, Buchler MW, Rothmund M, Seiler CM: The Study Centre of the German Surgical Society--rationale and current status. Langenbecks Arch Surg. 2005 Apr;390(2):171-7.

(Die Originalartikel können bei der Pressestelle des Universitätsklinikums Heidelberg unter contact@med.uni-heidelberg.de angefordert werden)

Ansprechpartner:
Dr. Markus K. Diener
Dr. Christoph M. Seiler, MSc.
Studienzentrum der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (SDGC)
Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 110
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 56 6986
Fax.: 06221 56 6988
Email: sdgc@med.uni-heidelberg.de

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg

und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse

Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg

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