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Deutsche Sprache, schwere Sprache: Nachhilfe für "Kollege Computer"

19.02.2003 - (idw) European Media Laboratory GmbH

European Media Lab und Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie der Universität Heidelberg wollen Grammatiksoftware verbessern - Workshop "Intelligente Sprachlernsysteme" am 27. Februar 2003 in der Villa Bosch

Deutsch als Sprache ist "in", zumindest bei vielen Ausländern, die hier zu Lande Germanistik studieren, weil sie später in ihrer Heimat Deutschlehrer werden wollen. An der Universität Heidelberg zum Beispiel hat sich die Zahl der Studierenden im Fach "Deutsch als Fremdsprachenphilologie" in den letzten zehn Jahren auf fast 900 verdoppelt. Diese können meist gut Deutsch sprechen, haben aber Probleme beim Schreiben deutscher Texte. In vorbereitenden Kursen lernen die Studienanfänger ihr Schriftdeutsch zu verbessern - seit zwei Jahren auch mit Hilfe eines computergestützten Sprachlernsystems. Die Studierenden schätzen den Computer als zusätzlichen "Lehrer" sehr, weil sie selbstständig üben können. Die Erfahrungen haben aber auch gezeigt, dass die verwendete Software den Anforderungen der Nutzer nicht immer gerecht wird: Das sprachliche Niveau der eingegebenen Texte ist oft zu komplex. Das System kann sie nicht richtig beurteilen, und der Computer antwortet in solchen Fällen lapidar: "Dieser Satz kann nicht bewertet werden."

Wie man die Programme verbessern kann, damit sie auch schwierigere Sätze korrigieren können, thematisiert der Workshop "Intelligente Sprachlernsysteme" am 27. Februar im Studio der Heidelberger Villa Bosch. Computerlinguisten, Lehrende im Fach Deutsch als Fremdsprachenphilologie und Experten aus Verlags- und Softwareunternehmen diskutieren die Anforderungen an Sprachlernsysteme und den aktuellen Forschungsstand der computergestützten Sprachverarbeitung. Veranstalter sind das European Media Laboratory (EML) und das Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie (IDF) der Universität Heidelberg. Die Veranstaltung wird durch die Klaus Tschira Stiftung gemeinnützige GmbH gefördert.
Ziel des Workshops ist es zu klären, wie "intelligent" Sprachlernsysteme derzeit sein können. Auf dieser Grundlage soll dann eine geeignete Lernsoftware für sehr weit fortgeschrittene Lernende am IDF entwickelt werden.

Journalisten können in begrenzter Zahl am Workshop teilnehmen. Um die informelle Atmosphäre nicht zu stören, sind Ton- und Bildaufnahmen während der Veranstaltung nicht gestattet. Interviews mit den Teilnehmern sind in den Pausen möglich. Robert Porzel (EML), Dr. Rainer Malaka (EML), Prof. Dr. Christiane von Stutterheim (IDF) und Brigitte Ströde (IDF) sowie die weiteren Referenten stehen gerne für Gespräche und Interviews zur Verfügung.

Die European Media Laboratory GmbH (EML) (www.eml.villa-bosch.de) ist ein privates Forschungsinstitut für Informationstechnik und ihre Anwendungen. Ziel ist es, neue informationsverarbeitende Systeme zu entwickeln, bei denen der Nutzer die Technik nicht mehr als Hindernis wahrnehmen soll. Schwerpunkte liegen in der Bioinformatik und in mobilen Assistenzsystemen. Die EML-Forscher arbeiten eng mit Universitäten und der Industrie zusammen. Derzeit bearbeitet das EML im wesentlichen Forschungsprojekte der Klaus Tschira Stiftung (KTS) (www.kts.villa-bosch.de). Ebenso wie die KTS ist das European Media Lab in der Villa Bosch in Heidelberg beheimatet, dem ehemaligen Wohnsitz des Nobelpreisträgers Carl Bosch (1874 - 1940).

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:

Dr. Rainer Malaka (European Media Laboratory)

Tel. 06221 - 533 206, rainer.malaka@eml.villa-bosch.de

Robert Porzel (European Media Laboratory)
Tel. 06221 - 533 203, robert.porzel@eml.villa-bosch.de

Prof. Dr. Christiane von Stutterheim (Institut für Deutsch als Fremdsprache)
Tel. 06221- 547555, stutterheim@mail.idf.uni-heidelberg.de

Brigitte Ströde (Institut für Deutsch als Fremdsprache)
Tel. 06221- 54- 7552, stroede@mail.idf.uni-heidelberg.de
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