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Experten für Zecken-übertragbare Krankheiten treffen sich in Jena

08.03.2007 - (idw) Senat der Bundesforschungsanstalten im Geschäftsbereich des BMELV

(Jena/Insel Riems) Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Verbreitung und Häufigkeit von Krankheitserregern aus, die durch Zecken übertragen werden? Diese Frage erörtern Wissenschaftler aus aller Welt auf einem Symposium vom 15.-17. März 2007 in Jena. Organisiert wird die Tagung vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Die rund 200 Spezialisten aus 20-25 Ländern werden sich unter anderem mit Fragen der Prophylaxe und Therapie der beiden in Europa bedeutendsten durch Zecken übertragenen Krankheiten, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Lyme-Borreliose, befassen.

Ein Schwerpunkt der Tagung ist der Einfluss der Klimaveränderungen auf die Verbreitung und Häufigkeit der durch Zecken übertragenen Krankheitserreger. Hier erhoffen sich die Forscher Erkenntnisse, die es künftig erlauben, Vorhersagen zur Verbreitung dieser Krankheiten zu treffen. Diese Untersuchungen stehen aber erst am Anfang.

Die Lyme-Borreliose ist eine bakterielle Erkrankung, die jährlich in Deutschland etwa 60.000 Neuerkrankungen beim Menschen verursacht und auch Haustiere wie Hunde und Pferde betreffen kann.

Die FSME ist die bedeutendste durch Zecken übertragene Viruserkrankung Europas und eine klassische Krankheit, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden kann (Zoonose). Die FSME kommt in fast allen europäischen Ländern vor, lediglich das Vereinigte Königreich, die Iberische Halbinsel und die Beneluxstaaten sind frei davon. In Deutschland erkrankten im letzten Jahr 541 Personen an FSME, wobei die Erkrankungshäufigkeit in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Bei Tieren hat die Erkrankung nur eine geringe Bedeutung.

Die Vertreter der Medien sind zum Symposium herzlich eingeladen. Zur besseren Koordinierung bitten wir um Voranmeldung bei Dr. Christine Klaus (Kontakt s. u.).

Infos zur Tagung:
Tagungsort ist die Aula der Friedrich-Schiller-Universität, Fürstengraben 1, 07743 Jena. Konferenzsprache ist englisch.
Am Vortag (14. März) findet in Erfurt um 13 Uhr eine Landespressekonferenz statt, auf der der Leiter des Nationalen Referenzlabors für durch Zecken übertragene Krankheiten, Priv.-Doz. Dr. Jochen Süss (FLI), und Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) über neueste Erkenntnisse informieren. Um Anmeldung zur Pressekonferenz über Frau Dr. Klaus (s. u.) wird gebeten.

Kontakt:
Dr. Christine Klaus
Friedrich-Loeffler-Institut
Tel.: 0 36 41 - 80 42 31
E-Mail: christine.klaus@fli.bund.de
Weitere Informationen: http://www.ijstd-ips.fli.bund.de - Tagungsprogramm und weitere Informationen zur Tagung
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