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Mittelalter aktuell: Verwandtschaft, Freundschaft, Bruderschaft

08.03.2007 - (idw) Universität Trier

12. Symposium des Mediävistenverbandes in Trier vom 19. bis 22. März

Mit dem Titel "Verwandtschaft, Freundschaft, Bruderschaft - soziale Lebens- und Kommunikationsformen im Mittelalter" greift das 12. Symposium des Mediävistenverbandes ein Thema auf, das heute kaum aktueller sein kann. Das besondere Interesse richtet sich auf Dynamik und Bedeutung sozialer Lebens- und Kommunikationsformen, für die beispielhaft Verwandtschaft, Freundschaft, Bruderschaft oder auch Herrschaft stehen. Im von Bundesministerin Schavan ausgerufenen "Jahr der Geisteswissenschaften 2007" tagt der Mediävistenverband vom 19. bis 22. März 2007 an der Universität Trier und an der Theologischen Fakultät Trier. Den Festvortrag zur Eröffnung des Symposiums in der Promotionsaula hält Prof. Gerhard Dilcher (Rechtsgeschichte, Frankfurt a.M.) zum Thema: "An den Ursprüngen der Normbildung - Verwandtschaft und Bruderschaft als Modelle gewillkürter Rechtsform" am 19. März um 11:30 Uhr. Im Blickpunkt steht auch der Abendvortrag des Bischofs von Trier, Dr. Reinhard Marx, zum Thema "Christlicher Glaube und Gemeinschaft. Mittelalterliche Aspekte und aktuelle Problematik" um 19 Uhr in der Promotionsaula. Ebenso sei hingewiesen auf den Vortrag "Verwandtschaft als soziale Kategorie in früheren Mittelalter" des scheidenden Präsidenten des Verbandes, Prof. Hans-Werner Goetz (Geschichte, Universität Hamburg) am Mittwoch, 21. März, um 18.30 Uhr in den Viehmarktthermen.
Über 60 Referentinnen und Referenten aus neun verschiedenen mediävistischen Fächern und sieben verschiedenen Ländern, unter anderem auch aus Luxemburg und Frankreich werden erwartet.

Zu den Themen des Symposiums
Gerade im Mittelalter wurden Themen erörtert, die in den Vorträgen während der Tagung untersucht werden wie etwa "Der fremde Freund", "Falsche Freunde" oder "Freund und Schmeichler" "Handwerkstöchter, Heldensöhne, Gotteskinder", "'Seilschaften' von universitätsgebildeten Klerikern" oder "Das Lob der Deutschen".
Die Beziehung zwischen Verwandtschaft und Kleidung oder die symbolische Bedeutung der Kleidung in der mittelalterlichen Stadt, Besonderheiten der Kommunikation am Kranken- und Sterbebett oder im St. Nikolaus-Hospital in Kues stehen ebenso zur Debatte wie Nachrichtennetze zwischen Klöstern und Bischofssitzen.
Das Symposium ist grenzübergreifend: Es besteht eine internationale Zusammenarbeit mit Luxembourg, mit polnischen, österreichischen und Schweizer Mediävisten, mit dem deutschen-historischen Institut in Paris sowie dem französischen Historikerverband, mit dem eine Partnerschaft besteht. Organisator vor Ort ist Prof. Dr. Gerhard Krieger.

Zum Mediävistenverband e.V.
Der Mediävistenverband wurde 1983 gegründet mit dem erklärten Ziel, alle mediävistischen Fächer miteinander ins Gespräch zu bringen, um über gemeinsame und interdisziplinär angelegte Arbeit zu einem besseren Verständnis der mittelalterlichen Welt und ihrer Kulturen beizutragen. Er zählt heute annähernd 1000 Mitglieder und ist damit die größte mediävistische Vereinigung Deutschlands.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Gerhard Krieger, Philosophie I, Theologische Fakultät Trier,
Tel.: 0651 201-3529/3530
Anmeldungen per E-Mail: mvb-sym@uni-trier.de
Programm im Internet: http://www.uni-trier.de/uni/theo/Symp_Medvb/index.htm

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