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GSF-Wissenschaftlerin heute mit Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis geehrt: Auszeichnung unterstreicht Bedeutung der Neuherb

13.03.2007 - (idw) GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit

Neuherberg/Berlin, 13. März 2007 - Heute verleiht der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Prof. Dr. Matthias Kleiner, die Urkunden an die acht Preisträger des Gottfried Wilhelm Leibniz-Preises. Eine der Preise geht an die Neurobiologin Prof. Dr. Magdalena Götz vom GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit (Helmholtz-Gemeinschaft) Neuherberg und der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Stammzellexpertin Magdalena Götz (45) wurde für ihre Forschung zu Nervenzellentwicklung in der Großhirnrinde ausgezeichnet. Sie untersucht die molekularen Grundlagen der Gehirnentwicklung, insbesondere in der Großhirnrinde. Götz entdeckte, dass Gliazellen des Gehirns als Stammzellen fungieren und Nervenzellen aus Gliazellen hervorgehen können. Götz zeigte auch, welche Faktoren beim Übergang von glialen zu neuronalen Zellen eine Rolle spielen. Dank dieser Ergebnisse rückt nun das Fernziel ein wenig näher, die Differenzierung von Stammzellen zu steuern, um Therapien gegen degenerative Erkrankungen zu entwickeln.

"Die Auszeichnung von Magdalena Götz mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis zeigt die internationale Kompetenz der GSF gerade in diesem Forschungsbereich", betont der Wissenschaftlich-Technische Geschäftsführer der GSF Prof. Dr. Günther Wess.

"Ich freue mich sehr über diesen großen Erfolg! Die Preise zeigen, dass in der Helmholtz-Gemeinschaft Spitzenforscher arbeiten, die die hervorragende Ausrüstung und große wissenschaftliche Selbstständigkeit zu nutzen wissen", sagt Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft und selbst Leibniz-Preisträger 1992. "Mit dem Leibniz-Preis haben die beiden ausgezeichneten Forscher nun eine noch größere Freiheit, da sie das Preisgeld von 2,5 Millionen Euro nach eigenem Ermessen in ihre Forschung investieren können", erklärt er.

Magdalena Götz studierte Biologie in Zürich und Tübingen, wo sie 1992 promovierte. Mehrere Rufe nach Skandinavien, England und den USA lehnte sie ab. Zurzeit ist sie Professorin und Direktorin am Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit im Institut für Stammzellforschung in Neuherberg und Lehrstuhlinhaberin am Physiologischen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität.

Das Leibniz-Programm wurde 1985 eingerichtet mit dem Ziel, die Arbeitsbedingungen herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu verbessern, ihre Forschungsmöglichkeiten zu erweitern, sie von administrativem Arbeitsaufwand zu entlasten und ihnen die Beschäftigung besonders qualifizierter Nachwuchswissenschaftler zu erleichtern. Für den Preis können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Fachgebieten nominiert werden. Aus den Vorschlägen wählt der Nominierungsausschuss der DFG diejenigen Wissenschaftler aus, von denen er sich durch zusätzliche Förderung eine besondere Steigerung der wissenschaftlichen Leistungen verspricht. Darunter befinden sich auch in diesem Jahr wieder zahlreiche jüngere Forscher.

Kontakt zur GSF- Pressestelle:

GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit
Kommunikation
Tel: 089/3187-2460
Fax 089/3187-3324
E-Mail: oea@gsf.de

Neuherberg, 13. März 2007
Weitere Informationen: http://www.gsf.de/neu/Aktuelles/Presse/2007/goetz.php
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