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Nachhaltige Ernährungsbildung für Schulen im WABE-Zentrum

13.03.2007 - (idw) Fachhochschule Osnabrück

Das Projekt "Nachhaltige Ernährungsbildung für Schulen" wurde mit Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und dem WABE-Zentrum an der Fachhochschule Osnabrück durchgeführt. Die Leitung des Projekts lag bei Prof. Dr. Maria-Elisabeth Herrmann und Prof. Dr. Stephan Kolfhaus. Im Rahmen des Projekts erlebten Grundschulkinder aus Wallenhorst im letzten Jahr am Beispiel der Kartoffel die Ursprünge unserer Nahrung bis hin zur zubereiteten Mahlzeit.
Zum Abschluss des Projekts fand jetzt eine Tagung statt, an der Mitarbeiter regionaler Umweltbildungszentren und Vertreter aus dem Grund- und Hauptschulbereich sowie Vertreter aus weiteren Bildungsinstitutionen mitwirkten. Den Teilnehmern wurden die Ergebnisse des Konzepts von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Dipl. oec. troph. Monika Ehret präsentiert. In weiteren wissenschaftlichen Beiträgen wurden die Zusammenhänge der Ernährungs- und Umweltbildung aufgezeigt.

Die Grundproblematik der heutigen Ernährungskultur verdeutlichte Dr. Regina Wenk von der Universität Kassel. Sie hielt einen Vortrag zu Anspruch und Realität der Ernährungsbildung. Die Lebenswelten der Kinder haben kaum noch Gelegenheiten, unmittelbare Erfahrungen im Prozess der Lebensmittelproduktion zu machen oder sich an der Zubereitung von Speisen zu beteiligen. Es fehlt vielerorts an hilfreichen Impulsen zu den Inhalten und Methoden der Ernährungsbildung. Vielen Lehrern ist das Thema nachhaltige Entwicklung nach wie vor unbekannt.

Weitere Impulse gaben zwei Vorträge, die sich mit der Vermittlung von Haushaltskompetenzen an Schulen und der Umweltbildung in der Lehrerausbildung befassten: Prof. Dr. Alrun Niehage von der FH Osnabrück wies deutlich darauf hin, dass die Grundkompetenzen der Alltagsbewältigung den Kindern heute nicht mehr zu Hause vermittelt werden. Die haushaltsbezogene Bildung müsse auch in der Schule stattfinden. Handlungsorientierter Unterricht könnte nachhaltiges Verhalten unterstützen.

Dr. Gerhard Becker von der Universität Osnabrück gab einen Einblick in die Möglichkeiten für interdisziplinäre Umweltbildung in der Lehrerausbildung. Er machte auf die strukturellen Defizite bei der Verankerung von Umweltbildung für eine Nachhaltige Entwicklung als systematischen Teil der universitären Lehrerbildung aufmerksam. Zur Veränderung dieser Defizite zeigte er mehrere Varianten der Einbindung dieses Bildungsbereichs in das Lehramtsstudium auf.

Die in einem Modellprojekt für Schulen entwickelten Ideen und Materialien der Ernährungsbildung wurden auf der Basis eigener Erfahrungen von Anbietern in diesem Bildungsbereich kommentiert. Auch in den intensiven Diskussionen mit dem Fachpublikum wurde deutlich, dass es vielfältige Aktionsangebote gibt, die immer wieder nachgefragt werden und auch in Zukunft von großer Bedeutung für Schüler jeglichen Alters sein werden.

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