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Zukunftsprojekt "Zelluläre Netzwerke"

13.03.2007 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Die Besetzung von Stellen innerhalb des bei der Exzellenzinitiative von Bund und der Ländern erfolgreichen Clusters "Zelluläre Netzwerke" der Heidelberger Ruprecht-Karls-Universität ist im vollen Gange - Beschleunigte Berufungsverfahren notwendig "Bereits am Abend des 13. Oktober 2006 haben wir die Stellenausschreibung für die Leitung der Geschäftsstelle eingeleitet", erinnert sich Professor Hans-Georg Kräusslich vom Universitätsklinikum Heidelberg an den Herbst des vergangenen Jahres. Es war der Tag, an dem bekannt wurde, dass die Bewerbung für das Cluster "Zelluläre Netzwerke" in der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern erfolgreich war. Die Fördermittel werden nun die Untersuchung molekularer Netzwerke ermöglichen, die innerhalb von Zellen und damit auch innerhalb eines gesamten Organismus dafür sorgen, dass biologische Systeme funktionieren und sich an ihre Umwelt anpassen können. Für dieses gemeinsame Ziel haben sich 74 Heidelberger Forschungsgruppen im Exzellenzcluster unter der Leitung von Professor Hans-Georg Kräusslich zusammengefunden. Beteiligt an diesem "Zukunftsprojekt" sind fünf Heidelberger Fakultäten sowie das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL), das Max-Planck-Institut für Medizinische Forschung und das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim.

Bei der besonderen Vielfalt und Größe der Gruppe ist neben der Forschung die Leitung der Geschäftsstelle eine wichtige Position, denn hier laufen alle Fäden zusammen. Seit dem 1. März ist diese Stelle nun besetzt, und mit Dr. May-Britt Becker hat man "eine sehr glückliche Lösung gefunden", so Hans-Georg Kräusslich. Schließlich war May-Britt Becker zuletzt bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) tätig und zwar genau in der Abteilung, in der die Exzellenzinitiative zu den Clustern entwickelt und vorangebracht wurde. "Von daher kennt sie die gesamte Infrastruktur", weist Hans-Georg Kräusslich auf die passende Qualifikation der neuen Leiterin der Geschäftstelle der "Zellulären Netzwerke" hin. Zudem hat die promovierte Biologin Erfahrungen in der experimentellen Forschung vorzuweisen. Sie war am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen, am Züricher Universitätsspital und an der Universität Konstanz tätig und kennt sich sowohl bei universitären als auch außeruniversitären Forschungsinstitutionen aus. Die Geschäftsstelle wird ihren Sitz übrigens im Bioquant-Gebäude haben, das Mitte April offiziell eingeweiht wird.

Aber nicht nur die Besetzung der Geschäftsstelle wurde von den Verantwortlichen des Exzellenzclusters mit großem Elan vorangetrieben, sondern auch die Einrichtung von zwei neuen Professuren sowie sechs Stellen für Nachwuchsgruppenleiter. "Hierfür erfolgte die Ausschreibung Mitte November 2006 in einem Sonderteil der Zeitschrift Nature", berichtet Hans-Georg Kräusslich. Anfang Januar lagen bereits die Bewerbungen für die Leitung der Nachwuchsgruppen vor, eine erste Vorauswahl konnte getroffen werden, und im Februar fanden die Bewerbungsvorträge für drei der sechs Stellen statt. Der Koordinator Hans-Georg Kräusslich verfolgt dabei das ehrgeizige Ziel, dass im Sommer bereits die ersten und bis Ende des Jahres alle sechs Nachwuchsgruppen ihre Arbeit in Heidelberg aufnehmen können.

Parallel laufen die Verfahren für die Besetzung der neuen Professuren für "Kryoelektronen-Mikroskopie" und "Proteinevolution". Die Vorträge, der in der engeren Auswahl befindlichen Kandidaten, werden im April und Mai stattfinden. "Für beide Stellen versuchen wir, ein beschleunigtes Berufungsverfahren zu ermöglichen", erläutert Hans-Georg Kräusslich die Strategie, denn die Zeit drängt. Schließlich ist das Exzellenzcluster zunächst nur für fünf Jahre finanziert.

"Ich stelle mir vor, dass im kommenden Herbst alle wichtigen Stellen besetzt sind, die geplanten Programme zur Doktorandenförderung gestartet wurden, die ersten internationalen Gastwissenschaftler vor Ort und die neuen Großgeräte im Bioquantgebäude einsatzbereit sind", fasst schließlich Hans-Georg Kräusslich die Ziele für das erste Jahr nach der Bekanntgabe der Bewilligung des Exzellenzclusters für Heidelberg zusammen.

Stefan Zeeh

Rückfragen bitte an
Professor Dr. Hans-Georg Kräusslich
Universitätsklinikum Heidelberg, Hygiene-Institut, Abteilung Virologie
Im Neuenheimer Feld 324, 69120 Heidelberg
Tel. 06221 565001
hans-georg.kraeusslich@med.uni-heidelberg.de

Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542311, Fax 542317
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