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"Güstrower-Beziehungs-Inventar" (GBI)

14.03.2007 - (idw) Baltic College Güstrow - University of Applied Science

Die Evaluation intensivpädagogischer Auslandsmaßnahmen in den Hilfen zur Erziehung nach §§ 27 ff. SGB VIII Das in der Fachöffentlichkeit schon im Vorfeld stark diskutierte empirische Evaluationsprojekt "Intensivpädagogische Auslandsmaßnahmen in den Hilfen zur Erziehung", vom Institut für Erlebnispädagogik an der Universität Lüneburg und dem Baltic College Güstrow (University of Applied Sciences) in Verbundforschung initiiert, hat seine Feldvorbereitung und empirischen Vorversuche abgeschlossen.

Die in Deutschland durchgeführten Feldversuche dienten dazu, das "Güstrower-Beziehungs-Inventar" (GBI) auf seine empirische Handhabbarkeit zu prüfen und für Feldversuche im Ausland zu spezialisieren. Das GBI besteht aus einer reduzierten und an das Untersuchungsfeld angepassten Variante des "Freiburger Persönlichkeits-Inventars" (FPI-R), daraus gewonnenen Sequenzen für Formate teilnehmender Beobachtung und einer Ergänzung mit dem Testaufbau von "Reading Mind in the Eyes" (RME).

Das GBI gewinnt im nichtexperimentellen Zuschnitt der reduzierten FPI-R-Variante (revidierte Fassung) zunächst Persönlichkeitseigenschaften der an den Maßnahmen beteiligten Kinder und Jugendlichen sowie deren Betreuer. Durch Fremd- und Selbsteinschätzung wird mit diesem Instrument auf Wahrnehmungsdifferenzen geschlossen, die direkt die Beziehungsqualität in intensivpädagogischen Bezügen abbilden. Kombiniert wird dieser Aufbau mit dem experimentellen Design teilnehmender Beobachtung, die nach den Klassen der reduzierten FPI-R-Variante konstruiert und mittels Videoaufzeichnungen dokumentiert sind. Auch hier werden Wahrnehmungsdifferenzen erfasst, die sich mit dem Differenzansatz der nichtexperimentellen Zustandsaufnahme korrelieren lassen.

Ergänzt wird diese Kombinationsanordnung nichtexperimenteller und experimenteller Zustandserfassung intensivpädagogischer Beziehungsqualität durch den RME-Test, der zusätzlich Aspekte der Wahrnehmungsintensität liefern und die Ableitung normativer Befunde zu Wahrnehmungsdifferenzen unterstützen soll. Gleichsam wird in diesem Zusammenhang empirisch überprüft, ob die Wahrnehmungsqualitäten auch in dieser speziellen Probandengruppe gleich verteilt vorliegen und wie sie sich überhaupt von den Verteilungserfahrungen in anderen Probandengruppen unterscheiden.

Das GBI als spezielles Untersuchungsdesign für intensivpädagogische Beziehungsqualitäten in den Hilfen zur Erziehung wurde von Dipl.-Päd. Stefan Pforte (Baltic College Güstrow), Dipl.-Päd. Holger Wendelin (Institut für Erlebnispädagogik an der Universität Lüneburg) unter der Federführung von Prof. Dr. Torsten Fischer (Baltic College Güstrow) entwickelt.

Baltic College Güstrow
University of Applied Sciences
Plauer Str. 81
D - 18273 Güstrow
tel Stefan Pforte: ++49 +(0)3843 / 4642-13
fax ++49 +(0)3843 / 4642-11
pforte@baltic-college.de
Weitere Informationen: http://www.baltic-college.de
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