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Neue Stipendiaten am Forschungszentrum Gotha

14.03.2007 - (idw) Universität Erfurt

Bereits zum vierten Mal wurden heute (14.3.2007) die "Herzog-Ernst-Stipendiaten" am Forschungszentrum Gotha für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt begrüßt. Insgesamt werden dieses Jahr 18 Stipendiaten aus 8 Ländern im Rahmen des von der Fritz-Thyssen Stiftung finanzierten Herzog-Ernst-Programms auf Schloss Friedenstein in Gotha arbeiten. Neben Deutschland und den USA kommen die Wissenschaftler aus Österreich, Russland, England, den Niederlanden, Ungarn und der Slowakei. "Die Forschungsförderungsprogramme für Gastwissenschaftler sollen die wissenschaftliche Beschäftigung mit den Beständen der Forschungsbibliothek fördern und intensivieren", so der Direktor des Zentrums Prof. Dr. Peer Schmidt, der heute neun der Stipendiatinnen und Stipendiaten in der Forschungsbibliothek auf Schloss Friedenstein willkommen hieß. Die Forschungsarbeit der jungen Wissenschaftler wird durch Gespräche mit Dozenten der Universität unterstützt. Die Forscher stellen ihre Themen auch im Rahmen von Lehrveranstaltungen an der Universität sowie in öffentlichen Stipendiatenkolloquien in der Forschungsbibliothek Gotha vor. Man habe für das Stipendienprogramm Anfragen aus aller Welt bekommen und daraus ein "vielfältiges Programm" zusammengestellt, betonte Schmidt anlässlich der Begrüßung.
Evelyn Gottschlich von der Ludwig-Maximilians-Universität München beispielsweise will sich mit publizierten Quellen der Frühen Neuzeit über Tibet beschäftigen. Dr. Denis Lomtev aus Moskau widmet sich dem Echo der russischen Karriere deutscher Komponisten in den Beständen der Forschungsbibliothek Gotha. Theodoor Arend Pronk, der aus den Niederlanden stammt und derzeit an der Johann-Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main arbeitet, untersucht das religiöse Selbstbildnis der Reichsstädte während des Dreißigjährigen Krieges. Die Erfurterin Esther Möller, unter vielen Bewerbern aus der eigenen Universität ausgewählt, wird für ein halbes Jahr über die deutsch-französische Auseinandersetzung in Gotha über den Kolonialismus in der arabischen Welt am Beispiel des Libanons forschen. Auch von der Friedrich-Schiller-Universität Jena kommt ein Stipendiat. Stefan Wallentin will die Verfassung seiner Universität in der Zeit von 1630 bis 1730 auch unter dem Blick der Wissenschafts- und Kulturpolitik des Gothaer Hofes untersuchen. Man sei gespannt auf die Arbeiten der Stipendiaten, sagte der Sozial- und Finanzdezernent der Stadt Gotha Matthias Hey, der auch die gute Zusammenarbeit der Residenzstadt mit dem Forschungszentrum und der Forschungsbibliothek betonte. Die Leiterin der Forschungsbibliothek Dr. Kathrin Paasch verwies auf die voranschreitende Online-Erfassung der Gothaer Bestände, die den Stipendiaten verbesserte Arbeitsbedingungen biete. Die Bibliothek feiert in diesem Jahr das 50. Jubiläum der Wiedereröffnung nach Rückführung großer Teile des Bestandes am 20. Mai mit einem Festakt und einer Tagung.

Das öffentliche Stipendiatenkolloquium findet mit Unterstützung des Freundeskreises der Bibliothek mittwochs von 18 bis 20 Uhr in der Forschungsbibliothek statt.
Weitere Informationen: http://www.uni-erfurt.de/forschungszentrum-gotha
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