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Neue Spitze an Evangelischer Fachhochschule RWL

21.03.2007 - (idw) Evangelische Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe

"Wir suchen mit unseren Möglichkeiten zu mehr Bildung beizutragen - zu Bildung, die darauf zielt, dass Menschen sich frei entfalten und Subjekte der eigenen Lebensgeschichte werden können", so beschrieb der neu ins Amt eingeführte Rektor Prof. Dr. Gerhard K. Schäfer die Aufgaben in Lehre, Forschung und Weiterbildung an der Evangelischen Fachhochschule.

Zur Feierstunde gestern (20. März) übergab Alt-Rektor Prof. Dr. Marenbach das Amt an das neue Team um Rektor Prof. Dr. Schäfer, der die Leitung der Evangelischen Fachhochschule RWL am 1. März für die kommenden vier Jahre seiner Amtszeit übernommen hatte. Schäfer stehen die erfahrene Prorektorin Prof. Dr. Hildegard Mogge-Grotjahn, Prorektor Prof. Dr. Sigurd Hebenstreit sowie Kanzlerin Heike Schmidtchen zur Seite. Die drei (Pro-)Rektoren waren bereits am 7. November des letzten Jahres vom Erweiterten Senat der Hochschule gewählt und am 13. Dezember vom Kuratorium ernannt worden.

Mit einem Gottesdienst in der Lukaskirche in Altenbochum begann am Nachmittag die feierliche Amtsübergabe, zu der neben zahlreichen Lehrenden und Studierenden der Hochschule insbesondere kirchliche und politische Prominenz erschienen war. Die Vertreter der drei Trägerkirchen der Hochschule Präses Alfred Buß (Ev. Kirche von Westfalen), Präses Nikolaus Schneider (Ev. Kirche im Rheinland) und Landessuperintendent Dr. Martin Dutzmann (Lippische Landeskirche) gestalteten den Gottesdienst. In seiner Abschiedsrede für das scheidende Rektorat charakterisierte Präses Schneider das Verhältnis der Fachhochschule zu ihren drei Trägerkirchen folgendermaßen: "Wir tragen einander wie die Pfeiler einer Brücke." Auf diese zuversichtliche Perspektive kann sich das neue Rektorat in den kommenden vier Jahren stützen.

Beim anschließenden Empfang in den Räumen der Hochschule dankte Staatssekretär Dr. Michael Stückradt (Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes NRW) dem scheidenden Rektorat für ihr großes Engagement bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses. Die Hochschulen befinden sich gegenwärtig in einer Zeit ständiger Veränderung. Dies sei nur mit einem ernormen Kraftaufwand zu meistern. Die Oberbürgermeisterin der Stadt Bochum, Dr. Ottilie Scholz, dankte Alt-Rektor Prof. Dr. Jürgen Marenbach und seinen beiden Prorektoren Prof. Dr. Florian Gerlach und Prof. Dr. Fritz Haverkamp im Namen der Stadt Bochum für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren. Marenbach hatte nach vierjähriger Amtszeit nicht wieder kandidiert. Er kehrt im nächsten Semester zurück an den Fachbereich Soziale Arbeit und übernimmt dort die Lehre im Fach Psychologie. Dem neuen Rektorat wünschte Scholz ein herzliches "Glück auf!" und bot eine weiterhin gute Zusammenarbeit im Netzwerk von Bochum Hoch Vier an.

In den Mittelpunkt seiner Rede zum Amtsantritt stellte Rektor Prof. Dr. Schäfer das Thema "Bildung". Bildung in der Tradition von Humanismus, Reformation und Aufklärung ziele vor allem auf existenzielle Orientierung, ethische Urteilsfähigkeit und die Übernahme von Verantwortung. Dies gelte im Besonderen für die Schwachen der Gesellschaft und die Verwirklichung von Beteiligungsgerechtigkeit: "Keiner darf verloren gehen". Diese Überlegungen finden konkrete Anwendung in den sieben neuen Studiengängen, die die Hochschule ab dem kommenden Semester einführen wird. Neben den fünf Bachelor-Studiengängen "Soziale Arbeit", "Heilpädagogik", "Pflege", "Gemeindepädagogik und Diakonie" und "Elementarpädagogik" werden dies zwei Master-Studiengänge sein: "Management in sozialwirtschaftlichen und diakonischen Organisationen" und "Soziale Inklusion, Bildung und Gesundheit".
Schäfer dankte dem scheidenden Rektorat für den Paradigmenwechsel, den es mit der Umstellung der Studiengänge vom Diplom-Abschluss hin zu Bachelor- und Masterabschlüssen eingeleitet habe.
Die Ziele für seine Amtszeit formulierte der neue Rektor so: "Wir sind, so meine ich, als Hochschule auf einem guten Weg. Manches, was in die Zukunft führt, ist angebahnt. Manches ist verstärkt in den Angriff zu nehmen: Ich denke z.B. an die Beratung der Studierenden, die Ausweitung der Auslandskontakte, den Ausbau der Weiterbildung und die Bündelung von Forschungsvorhaben. Ich denke an Maßnahmen zur Steuerung der verschiedenen Studiengänge, an Aufgaben der Evaluation und an ein ökologisches Gebäudemanagement. Ich denke natürlich auch an die Einführung von Studienbeiträgen. Sie ist m.E. unumgänglich, wenn wir als Hochschule entwicklungs- und wettbewerbsfähig bleiben wollen." Schäfer betonte, dass man dies sozial verantwortlich gestalteten wolle.

Zum Lebenslauf der einzelnen Rektoratsmitglieder:

Prof. Dr. Schäfer war bislang Dekan am Fachbereich Gemeindepädagogik und Diakonie. 1952 in Karlsruhe geboren, verbrachte er mehr als 40 Jahre im baden-württembergischen Raum. Von 1972-1979 studierte er Evangelische Theologie in Tübingen und Heidelberg und übernahm 1993 eine Pfarrstelle in Eberbach am Neckar. An der EFH ist Schäfer seit mehr sechs Jahren: 1998 nahm er den Ruf als Professor für Gemeindepädagogik und Diakoniewissenschaft an.


Prof. Dr. Mogge-Grotjahn, 1953 in Köln geboren, ist zum zweiten Mal zur Prorektorin gewählt worden: von 1999 - 2003 sammelte sie bereits Erfahrungen in der Hochschulleitung. Seit 1989 lehrt sie Soziologie am Fachbereich Soziale Arbeit.

Prof. Dr. Hebenstreit war zuletzt von 2002 bis Februar 2006 als Dekan des Fachbereichs Heilpädagogik tätig. Der 1950 geborene Erziehungswissenschaftler lehrt seit 1990 an der EFH Allgemeine Pädagogik.
Weitere Informationen: http://www.efh-bochum.de
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