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Verdoppelte Förderung: 50 Millionen Euro für Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft

28.03.2007 - (idw) Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Transferförderung HANNOVER. Niedersachsens Hochschulen und Forschungseinrichtungen erhalten künftig mehr als doppelt so viel Geld für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft. Das neue Förderkonzept zum Wissens- und Technologietransfer von Wissenschaft und Wirtschaft hat der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur am (heutigen) Mittwoch in Hannover vorgestellt.

Neben der inhaltlichen Neustruktuierung der so genannten Transferförderung wird die Fördersumme des Landes von 20 Millionen (2000-2007) auf rund 50 Millionen Euro (2007-2013) um mehr als das Doppelte erhöht. In der neuen Förderperiode von 2007 bis 2013 werden 50 Millionen Euro Strukturfondsmittel und rund 50 Millionen Euro Landesmittel zur Verfügung stehen.

"Ziel der Förderung ist es, durch die verbesserte Zusammenarbeit von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft die regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung zu erhöhen", erklärt Wissenschaftsminister Stratmann. Die Hochschulen seien außerdem aufgefordert, ihre Transferaktivitäten zu bündeln und strategisch auszurichten.

Das Konzept setzt folgende Schwerpunkte: Transferstrukturen und Netzwerke, Innovative Verbundprojekte von Wissenschaft und Wirtschaft sowie Existenzgründungen. Künftig können alle Hochschulen und Forschungseinrichtungen des Landes Transferprojekte beantragen. Dies war vorher aus EU-rechtlichen Gründen nur für die Hochschulen im Nordwesten und Südniedersachsen möglich.

Transferstrukturen und Netzwerke
Über das Förderinstrument der "Innovationsverbünde" sollen ergänzend zu den Landesinitiativen des Wirtschaftsministeriums durch hochschulübergreifenden Kooperationen anwendungsnahe Forschungsergebnisse für eine Nutzung durch die Wirtschaft erzielt werden. Dafür ist eine Projektlaufzeit von drei bis fünf Jahren und eine Fördersumme pro Jahr und Verbund von 500.000 Euro vorgesehen.
"Neue Forschungsergebnisse, die für die Wirtschaft von besonderer Bedeutung sind, werden vor allem Disziplinen übergreifend erzielt. Diesem Wissen wollen wir Rechnung tragen, indem wir die Innovationsverbünde besonders fördern".

"Innovative Verbundprojekten von Wissenschaft und Wirtschaft": Die erfolgreiche Projektförderung der Fachhochschulen soll fortgesetzt werden. Hier werden in den kommenden Jahren etwa dreißig zweijährige Projekte gefördert. Pro Jahr sollen rund 120.000 Euro Fördermittel fließen. An den Projekten sind immer auch Unternehmen beteiligt. Die Transferprojekte werden gefördert, um Problemlösungen für mittelständische Unternehemen in Niedersachsen zu finden. So gibt es Forschungsergebnisse, die Problemlösungen für Dichtungen in solarthermischen Anlagen liefern oder die die Streichfähigkeit von Butter erhöhen.
Durchschnittlich werden 15 Transferprojekte pro Jahr mit 300.000 Euro gefördert. Die Finanzierung erfolgt zu 50 Prozent aus EU-Mitteln des Wisssenschaftsministeriums; die andere Hälfte wird von den Hochschulen und Forschungseinrichtungen durch Bereitstellung von Personal und Infrastruktur sowie von den kooperierenden Unternehmen getragen.

Existenzgründungen
Unternehmensgründungen im Umfeld von Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind ein zentrales Thema der Landespolitik. Wissenschafts- und Wirtschaftsministerium arbeiten Hand in Hand, wenn es darum geht, Hochschulangehörige mit Ideen für innovative Produkte oder Dienstleistungen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit zu begleiten.
"Wir wollen unsere Hochschulen auf ihrem Weg bestärken, eine Kultur der Selbstständigkeit zu etablieren, indem wir die Beratungs- und Unterstützungsstruktur nachhaltig ausbauen. Bei der Vorbereitung von Gründungen werden wir junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als potenzielle Gründer unterstützen", so Wissenschaftsminister Stratmann.


Mit dem neuen Förderkonzept und den verdoppelten Fördermitteln werden die Hochschulen und Forschungseinrichtungen verstärkt einen Beitrag zur Förderung der Wirtschaft des Landes leisten. "Auch den Lissabon-Prozess gestalten die Hochschulen aktiv mit, indem sie neue Arbeitsplätze in Spin-offs aus der Wissenschaft schaffen und Innovationsprozesse in der Wirtschaft fördern", so Stratmann weiter.

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