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Aufgepasst: Zwei neue Ausbildungsberufe für die Automatenwirtschaft

30.03.2007 - (idw) Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Ob in der Bank, im Bahnhof, im Büro oder nicht zuletzt in der Freizeit: Automaten - zum Beispiel Geld-, Ticket-, Waren-, Zeiterfassungs- oder Spielautomaten - sind aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Doch mit dem technischen Fortschritt dieser Dienstleistungs- und Unterhaltungsgeräte steigen auch die Anforderungen an die Beschäftigten. Die bestehenden Ausbildungsberufe werden als nicht ausreichend für die Qualifizierung der benötigten Fachkräfte bzw. zur weiteren Deckung des Fachkräftebedarfs angesehen. Im Auftrag der Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie sowie für Bildung und Forschung erarbeitet das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) daher gemeinsam mit Sachverständigen aus der Branche zwei neue Ausbildungsberufe für die Automatenwirtschaft: die "Fachkraft für Automatenservice" (zweijährige Ausbildung) sowie den "Automatenfachmann"/die "Automatenfachfrau" (dreijährige Ausbildung). In beiden neuen Berufen soll spätestens ab August 2008 ausgebildet werden können. Einsatzmöglichkeiten für die neuen Berufe bestehen vor allem in Unternehmen der Automatenwirtschaft, aber auch in Verkehrsunternehmen, gastronomischen Betrieben oder bei Betreibern von Spielstätten und Freizeiteinrichtungen. Derzeit sind in der Automatenwirtschaft rund 100.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt.

Die zukünftigen "Fachkräfte für Automatenservice"

- stellen betriebsfertige Automaten auf und schließen diese an,
- überprüfen die Funktion von Automaten, befüllen und entleeren sie,
- erkennen Störungen und deren Ursachen, beheben und dokumentieren sie,
- erklären Kunden die Funktion, weisen sie in die Bedienung ein und bearbeiten Reklamationen,
- führen Abrechnungen und Kassenabschlüsse durch,
- ermitteln Konsumverhalten und -bedarf und wirken bei Werbeaktionen mit,
- empfehlen Standorte für Gerätetypen unter Beachtung rechtlicher Vorschriften,
- reinigen und warten Automaten, tauschen Bauteile aus und
- führen Beratungs- und Verkaufsgespräche durch.

Die dreijährig ausgebildeten "Automatenfachleute" können darüber hinaus weitere Wahlqualifikationen aus dem kaufmännischen und/oder technischen Bereich erwerben. Im kaufmännischen Bereich sind dies Qualifikationen zu

- kaufmännischen Geschäftsprozessen,
- Marketing und
- Personalwirtschaft.

In technisch orientierten Betrieben können vertiefte Qualifikationen in der

- mechatronischen Installation,
- Instandhaltung und
- Informations- und Kommunikationstechnik erworben werden.

Es ist vorgesehen, dass erfolgreich ausgebildete "Fachkräfte für Automatenservice" nach einem weiteren Jahr Ausbildung auch den Abschluss "Automatenfachmann/Automatenfachfrau" erwerben können, wenn Betrieb und Auszubildender/Auszubildende dies wünschen.

Weitere Informationen im Internetangebot des BIBB unter
http://www.bibb.de/de/neue-berufe_27438.htm bzw. http://www.bibb.de/de/neue-berufe_27437.htm

Inhaltliche Auskünfte im BIBB erteilen:
Petra Westpfahl, Tel.: 0228 / 107-2226; westpfahl@bibb.de
Martin Elsner, Tel.: 0228 / 107-2430; elsner@bibb.de

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