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124. Chirurgenkongress: Arbeitsplatz Klinik - rückläufige berufsbedingte Erkrankungen

17.04.2007 - (idw) Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

München - Der Arbeitsplatz Klinik bietet für Pflege- und Operationsteams einige Gefahrenquellen wie Infektion, Strahlenbelastung oder Verletzung. Diese berufsbedingten Erkrankungen sind seit Jahrzehnten rückläufig. Welche Maßnahmen Klinik-Mitarbeiter schützen können, ist ein Thema der 124. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH), die vom 1. bis 4. Mai in München stattfindet. Die gewerblichen Berufsgenossenschaften als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung haben bereits zahlreiche Maßnahmen zur Verhütung von Unfällen oder Ansteckung umgesetzt. "Auf diese Weise konnten wir die Gefährdung vieler Mitarbeiter deutlich reduzieren", meint Dr. jur. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG), St. Augustin/Bonn im Vorfeld der Chirurgentagung.

Ein Beispiel, so Dr. Breuer, seien Nadelstichverletzungen: Die Zahl der Verletzungen und nachfolgenden Infektionserkrankungen verringerte sich deutlich durch die Entwicklung sicherer Entsorgungssysteme für gebrauchte Spritzen und Kanülen. Nach Meinung des HVBG-Geschäftsführers lohnen sich vorbeugende Maßnahmen. Ein Blick auf die Zahlen gibt Breuer recht: Meldepflichtige Unfälle im Einzugsbereich der Berufsgenossenschaften sanken seit 1970 um 60 Prozent und tödliche Unfälle um 78 Prozent.

Bei der Frage, welche Erkrankungen als Berufskrankheiten einzustufen sind, fordert Dr. Breuer mehr Mitspracherecht der Fachärzte: "Chirurgen, Orthopäden und Pneumologen - um nur einige zu nennen - haben ein breites Wissen auf diesem Gebiet, das genutzt werden kann und muss." Bisher sei es so, dass ein Ärztlicher Sachverständigenbeirat nach vertraulichen Beratungen Beschlüsse fasst, ob eine Erkrankung beruflich verursacht ist. Aktuell diskutiert der Sachverständigenbeirat dies für Arthrose durch Tätigkeiten im Knien. "Diese Beratungen müssen transparenter gemacht werden, ebenso die Zusammensetzung des Beirats. Dazu gehört, dass ein möglichst komplettes Bild neuester wissenschaftlicher und medizinischer Kenntnisse vorliegt. Und dieses kann nur mit dem Spezialwissen der Fachärzte erreicht werden", meint Dr. Joachim Breuer im Vorfeld der Chirurgentagung.

Terminhinweise:
DGCH-Pressekonferenz
Mittwoch, 2. Mai 2007, 11.30 bis 12.30 Uhr
Saal 22b, ICM München
mit dem Thema:
Berufsassoziierte Erkrankungen
Dr. jur. Joachim Breuer, St. Augustin/Bonn

BG-Hauptthema:
BG Heilverfahren im Wandel - Änderungen der Geschäftsgrundlage und Prognosen zur Zukunftsfähigkeit
Mittwoch, 2. Mai 2007, 10.15 bis 11.45 Uhr
Saal 1, ICM

Anmeldung für Journalisten zur 124. Jahrestagung der DGCH/
Kontakt für Rückfragen:
Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH), Pressestelle
Beate Schweizer, Pf 30 11 20, 70451 Stuttgart,
Tel.: 0711 8931 295, Fax: 0711 8931 167, Schweizer@medizinkommunikation.org
Weitere Informationen: http://www.chirurgie2007.de
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