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Paul Leiderer, Konstanz, neuer Sprecher der Sektion Experimentelle Physik der Leopoldina

25.04.2007 - (idw) Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina

Die Mitglieder der Sektion Experimentelle Physik der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina haben in geheimer schriftlicher Wahl im April 2007 Professor Dr. Paul Leiderer, Konstanz, zu ihrem neuen Sprecher (Obmann) gewählt. Dem Obmann obliegt es, gemeinsam mit den Mitgliedern der von ihm vertretenen Sektion die Aufnahme neuer Mitglieder zu initiieren, internationale Meetings und Symposien anzuregen und durchzuführen, mit Hilfe von Kommissionen Empfehlungen und Stellungnahmen an die Politik und die interessierte Öffentlichkeit zu formulieren, Vorschläge für Akademie-Auszeichnungen zu erarbeiten sowie die Interessen der Mitglieder vor dem Präsidium zu vertreten. Paul Leiderer, geb. 1944, ist seit 2002 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und gehört der Sektion Physik an. Nach der Promotion an der Technischen Universität (TU) München im Jahr 1973 und einem Forschungsaufenthalt an der Cornell University, Ithaca, N. Y., USA, wurde er wissenschaftlicher Assistent am Fachbereich Physik der TU München (1975). Nach der Habilitation (1979) erfolgte die Ernennung zum C2-Professor für Experimentalphysik an der TU München (1981), zum C3-Professor an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (1982) und zum C4-Professor an der Universität Konstanz (1988). Einen Ruf auf eine C4-Professur an die Universität Mainz (1988) lehnte er ab. Paul Leiderer war in Konstanz Sprecher des SFB 306 "Mikroskopische und strukturbedingte Prozesse der atomaren und molekularen Bewegung" (1991-1995) und ist seit 1996 Sprecher des SFB 513 "Nanostrukturen an Oberflächen und Grenzflächen". Seit 2001 ist er Mitglied des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft und seit 2004 Mitglied im Nationalen Forschungsrat des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung. 1999 wurden seine wissenschaftlichen Arbeiten mit dem Dornier-Forschungspreis ausgezeichnet.

Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Experimentelle Oberflächen- und Tieftemperaturphysik mit den gegenwärtigen Schwerpunkten "Oberflächenstruktur und Dynamik dünner Filme", "Nanostrukturen", "Grenzflächen kondensierter Quantenmaterie" sowie "Kolloidale Systeme".

Paul Leiderer folgt Professor Dr. Herbert Gleiter, Wissenschaftliches Mitglied des Instituts für Nanotechnologie am Forschungszentrum Karlsruhe, im Amt des Obmannes nach, der vom Senat der Leopoldina mit Wirkung zum 1. April 2007 in das Präsidium gewählt wurde. Dadurch war eine Neuwahl des Obmanns für die Experimentelle Physik notwendig. Paul Leiderer tritt sein Amt noch im April 2007 an, die Amtszeit beträgt vier Jahre.

Zur Akademie Leopoldina
Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (gegründet 1652 in Schweinfurt) mit Sitz in Halle an der Saale (seit 1878) ist eine überregionale Gelehrtengesellschaft mit gemeinnützigen Aufgaben und Zielen. Sie fördert inter- und transdisziplinäre Diskussionen durch öffentliche Symposien, Meetings, Vorträge, die Arbeit von Arbeitsgruppen, verbreitet wissenschaftliche Erkenntnisse, berät die Öffentlichkeit und politisch Verantwortliche durch Stellungnahmen zu gesellschaftlich relevanten Themen, fördert junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, und sie betreibt wissenschaftshistorische Forschung.

Der Leopoldina gehören zurzeit etwa 1 250 Mitglieder in aller Welt an. Drei Viertel der Mitglieder kommen aus den Stammländern Deutschland, Schweiz und Österreich, ein Viertel aus 30 weiteren Ländern. Zu Mitgliedern werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus naturwissenschaftlichen und medizinischen Disziplinen sowie aus den Kultur-, Technik-, empirischen Geistes-, Verhaltens- und Sozialwissenschaften gewählt, die sich durch bedeutende Leistungen ausgezeichnet haben. Unter den derzeit lebenden Nobelpreisträgern sind 33 Mitglieder der Leopoldina.


Kontakt und weitere Informationen:
Prof. Dr. Jutta Schnitzer-Ungefug, Generalsekretärin der Leopoldina

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