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Professor Büll erhielt die höchste Ehrung der Gesellschaft für Nuklearmedizin

04.05.2007 - (idw) Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Auszeichnung für das Lebenswerk des Wissenschaftlers der RWTH Aachen Für "seine Verdienste um die klinische Wissenschaft, insbesondere die klinische Etablierung emissi-onstomographischer Verfahren", wurde Univ.-Prof. em. Dr. Udalrich Büll, bis Herbst letzten Jahres Di-rektor der Klinik für Nuklearmedizin des Universitätskrankenhauses der RWTH Aachen, mit der Georg-von-Hevesy-Medaille ausgezeichnet. Dies ist die höchste wissenschaftliche Ehrung, die die Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin zu vergeben hat.

Der Name Büll ist auf das Engste mit der Einführung der nuklearmedizinischen Schnittbildgebung und -diagnostik verbunden. Bereits 1982 führte er die damals hochmoderne Single Photonen Emissions-Computertomographie (SPECT) am Universitätsklinikum Großhadern der LMU München in Verbindung mit dem Institut für Strahlenhygiene des Bundesamtes für Strahlenschutz ein. Am Universitätsklinikum Aachen konnte er bereits 1991 die Positronen Emissions-Computertomographie (PET) in Zusammenar-beit mit dem Institut für Radiochemie des Forschungszentrums Jülich etablieren.

Seine Erfahrungen in Neuronuklearmedizin und Nuklearkardiologie waren Anlass zur konsequenten Weiterentwicklung von SPECT und PET in Richtung auf eine qualitative Funktionsbildgebung. Mittels der bildgebenden Verfahren konnte so erstmals nicht nur die Struktur, sondern auch die Funktion von Gewebe bestimmt werden. Damit schuf er die Grundlagen für eine Erkennung und Schweregradabstu-fung von Erkrankungen der untersuchten Organe mittels molekularer Marker. Seine Erfahrungen in der radiologischen Skelettdiagnostik führten nicht nur zur Habilitation an der LMU München, sondern in Aachen auch zur Entwicklung von stoffwechselbasierten Befundmustern, die in der Schnittbilddiagnos-tik von Erkrankungen der Wirbelsäule und bei Endoprothesen zum Einsatz kommen. Darüber hinaus zeigte seine Aachener Arbeitsgruppe, dass der mittels PET bestimmte Zuckerstoffwechsel von Tumo-ren nicht nur mit ihrer Malignität verknüpft ist, sondern auch die Therapiewahl unterstützt sowie die Prognose des Patienten festlegt. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter von Prof. Büll besetzen in Deutsch-land sieben leitende akademische Positionen; davon stammen fünf aus seiner Aachener Schaffensperiode.

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