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Transregio und Transferbereich nehmen ihre Arbeit auf

26.02.2003 - (idw) Universität Dortmund

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat an den nordrhein-westfälischen Hochschulen fünf neue Sonderforschungsbereiche eingerichtet, darunter zwei an der Universität Dortmund. Das gab heute das Wissenschaftsministerium des Landes bekannt: einen hochschulübergreifenden Verbund zur Entwicklung neuer Produktionstechniken und ein Großprojekt für die Anwendung von Ergebnissen der Grundlagenforschung zur Modellbildung.

Wie bereits berichtet (siehe idw am 28.11.2002) hat die DFG im November 2002 den Transregio "Integration von Umformen, Trennen und Fügen für die flexible Fertigung von leichten Tragwerkstrukturen" in ihr langfristiges Förderungsprogramm aufgenommen. Ingenieurwissenschaftler der Universität Dortmund wollen in dem auf 12 Jahre angelegten Programm mit Kollegen aus Karlsruhe und München Pionierarbeit leisten, damit - zum Beispiel - Baggerführer und ICE-Fahrgäste in die rollenden Kabinen der Zukunft einsteigen.

Die drei am Transregio-Sonderforschungsbereich 6028 unter Federführung der Universität Dortmund beteiligten Hochschulen erhalten für die ersten vier Jahre rund acht Millionen Euro. Die Förderung wird genutzt, um Produktionstechniken für leichte, kostengünstige Fachwerke im Transportbereich zu erforschen und zu entwickeln.
International hoch angesehene Experten finden sich hier am Lehrstuhl für Umformtechnik (LFU) in Dortmund an der Fakultät Maschinenbau der Universität. Lehrstuhl-Chef Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner ist Sprecher des am 27.11.2002 bewilligten wissenschaftlichen Großprojekts.
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Neuer Transferbereich sorgt
für Anwendung der Grundlagenforschung

Anders als die herkömmlichen "Sonderforschungsbereiche" einzelner Hochschulen und "Transregios" mehrerer Universitäten geht es bei "Transferbereichen" der DFG nicht um Grundlagenforschung, sondern um die Anwendung bereits erzielter Forschungsergebnisse. Beispiel dafür ist der ebenfalls neue Transferbereich "Datenbasierte Generierung und Optimierung von Modellen mit Methoden der Computational Intelligence zur Lösung industrieller Anwendungsprobleme".

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft knüpft damit an den seit 1996 bestehenden Sonderforschungsbereich (SFB) 531 "Design und Management komplexer technischer Prozesse und Systeme mit Methoden der Computational Intelligence", der selbst noch bis mindestens 2005 weitergeführt wird. Ein entsprechender Bewilligungsbescheid liegt ebenfalls vor.

Der nun dazu gehörige Transferbereich geht dagegen in die erste Förderungsphase.
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Technik auf der Suche
nach natürlichen Vorbildern

Wissenschaftler des Arbeitsgebiets Computational Intelligence versuchen, natürliche Vorbilder zu nutzen, um Lösungsmethoden zu finden. Gemeinsam arbeiten Informatiker, Elektrotechniker, Maschinenbauer und Chemietechniker an Grundlagen und Anwendungen der numerischen Wissensverarbeitung. Dazu gehören Fuzzy-Logik, neuronale Netze und evolutionäre Algorithmen.

Von Anfang an war der SFB in drei Bereiche eingeteilt: "Wie kann man die aus der Natur abgeschauten Problemlösungsmethoden mathematisch beschreiben und durchdringen?" fragen die WissenschaftlerInnen im Bereich Theorie- und Grundlagenforschung. Die AnwenderInnen andererseits versuchen, die theoretischen Erkenntnisse zu nutzen und zu validieren.

In dem Bereich dazwischen agieren WissenschaftlerInnen wie ModeratorInnen. Sie bündeln theoretische Ansätze, die für die Anwender nützlich erscheinen. Auf der anderen Seite übermitteln sie den Theoretikern, wo den Anwendern der Schuh drückt.

In dem neuen und zusätzlichen Transferbereich wollen die Forscher aus dem Wissen großer Datenmengen noch gezielter Regeln für die industrielle Praxis extrahieren (Datamining). Ziel ist es, prototypische Methoden für den vorwettbewerblichen Bereich zu entwickeln. (kc/sti)

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