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Ehrendoktorwürde für Lucille Eichengreen

08.05.2007 - (idw) Justus-Liebig-Universität Gießen

Ehrendoktorwürde des Fachbereichs 05 - Sprache, Literatur, Kultur der Justus-Liebig-Universität Gießen - Fachbereichsrat hatte Vorschlag von Studierenden und Professoren einstimmig angenommen Für ihre besonderen Verdienste und ihr herausragendes Engagement in Schulen und Universitäten erhielt die Schriftstellerin Lucille Eichengreen am 7. Mai 2007 im Rahmen eines Festaktes im Alexander-von-Humboldt-Gästehaus die Ehrendoktorwürde des Fachbereichs 05 - Sprache, Kultur, Literatur der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Lucille Eichengreen, die 1925 als Cecilie Landau in Hamburg geboren wurde, hat das Ghetto Lodz und das Konzentrationslager Auschwitz überlebt. Über ihre Erfahrungen im Holocaust hat sie mittlerweile drei Bücher geschrieben. In unzähligen Vorträgen an Schulen und Universitäten spricht sie über ihre Erlebnisse im Ghetto und Konzentrationslager und ermöglicht so den Schülern und Studierenden den einmaligen Zugang zu den Erinnerungen und Gedanken einer Zeitzeugin. Wiederholte Male ist die in Berkeley (Kalifornien) lebende Lucille Eichengreen nach Gießen gekommen, um auch hier über ihre Bücher zu sprechen und mit den Studierenden zu diskutieren.

Neben ihrem Engagement in Schulen und Universitäten wird die 81-jährige vor allem für ihr Mitwirken an der Edition der Lodzer Ghetto-Chronik geehrt, die von der Arbeitsstelle Holocaustliteratur der Justus-Liebig-Universität, der Universität und dem Staatsarchiv Lodz 2007 erstmals vollständig herausgegeben wird. Ohne Lucille Eichengreen hätte das Projekt nicht verwirklicht werden können. Als Sekretärin des Schriftstellers und Journalisten Oskar Singer, einer der beiden Hauptautoren der Chronik, sind ihre Erinnerungen über das Entstehen des kollektiven Tagebuchs von unschätzbarem Wert. Durch Hinweise und Informationen hat sie es erst ermöglicht, bestimmte Textstellen richtig zu verstehen und die Arbeitsbedingungen der Chronisten nachvollziehen zu können. Auch Kontakte zu anderen Zeitzeugen hat Lucille Eichengreen intensiv vermittelt.

Die Verleihung der Ehrendoktorwürde an die Holocaust-Überlebende und Schriftstellerin Lucille Eichengreen geht auf eine Initiative von Studierenden, der Fachschaft Germanistik sowie Prof. Dr. Erwin Leibfried, Prof. Dr. Jörg Riecke und Dr. Sascha Feuchert von der Arbeitsstelle Holocaustliteratur zurück. Der Fachbereichsrat des Fachbereichs 05 - Sprache, Literatur, Kultur der Justus-Liebig-Universität Gießen hatte die Verleihung der Ehrendoktorwürde einstimmig beschlossen.

Kontakt:
Imke Janssen-Mignon,
Arbeitsstelle Holocaustliteratur
Otto-Behaghel-Straße 10 B/1
35394 Gießen
Telefon: 0641 99-29093
Fax: 0641 99-29094
E-Mail: Imke.Janssen-Mignon@germanistik.uni-giessen.de
Weitere Informationen: http://www.holocaustliteratur.de
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