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Forschung mit "OHA!"-Effekt

15.05.2007 - (idw) Fachhochschule Erfurt

Ein Forscherteam an der Fachhochschule Erfurt (FHE) ist an Forschungen für "OHA! - Optimierter Hydraulischer Abgleich" beteiligt, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) mit PRO INNO II- Mitteln (Programm "För-derung der Erhöhung der Innovationskompetenz mittelständischer Unternehmen) finanziert wird. Das von Juli 2006 bis Dezember 2008 laufende Kooperationsprojekt zweier mittelständischer Unternehmen und der FHE soll die Hydraulik wärme- und kältetechnischer Anlagen optimieren. Dabei nutzen die Wissenschaftler um Prof. Dr.-Ing. Dietrich Voß zur Bearbeitung ihres Teilprojektes "Ermittlung von Hydraulik-kennzahlen für Pumpen, Armaturen und Heizkörpern" einen speziell entwickelten und Ende 2006 in Betrieb gegangenen Prüfstand zur Ermittlung hydraulischer Kenngrößen von Pumpen, Armaturen und Heizkörpern. Das Teilprojekt ist am IBIT - INIT Bautronic Institut des Fachbereichs Gebäudetechnik und Informatik der FHE angesiedelt, notwendige Prüfobjekte kommen von weltweit führenden Pumpen- und Armaturenherstellern.
Ziel des Gesamtprojektes ist die Erarbeitung eines ganzheitlichen Dienstleistungskonzeptes zur Optimierung der Hydraulik in wärme- und kältetechnischen Anlagen. Damit will man effiziente Verfahren zur Verbesserung unzureichender hydraulischer Zustände in neu errichteten und bestehenden Anlagen entwickeln. Für das Konzept müssen wichtige hydraulische Kenngrößen unter Laborbedingungen ermittelt und die entwickelten Verfahren überprüft werden. Die Verfahrenskontrolle erfolgt durch Laborexperimente an der FHE und Feldversuche an bestehenden Anlagen. U.a. wird untersucht, ob derzeit verfügbare elektronisch geregelte Kreiselpumpen auch als Sensoren zur Erfassung der notwendigen hydraulischen Kennwerte für die Leistungsreglung von Wärme- oder Kälteversorgungsanlagen nutzbar sind.
Um den Energieverbrauch wärme- und kältetechnische Anlagen zu optimieren, muss ein dem Bedarf angepasster Massenstrom zugeführt werden. In der Praxis ist dies gegenwärtig oftmals regelungstechnisch nicht umgesetzt. Dazu setzen die Forscher elektronisch regelbare Pumpen ein, auf den Einsatz von Armaturen zur Prozessreglung kann dabei teilweise oder ganz verzichtet werden. Neben der möglichen Reduzierung des Wärme-, Kälte- und Elektroenergieverbrauchs würden sich erhebliche Investitionskosteneinsparungen ergeben.

Kontakt: Fachhochschule Erfurt, FB Gebäudetechnik und Informatik, Projekt OHA!
Tel. 0361 - 67 00 975, Fax. 0361 - 67 00 424
Weitere Informationen: http://www.get.fh-erfurt.de/index.php
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