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Aktuell: VDE-Buch "Arbeitsmarkt Elektrotechnik Informationstechnik 2002" - Akuter Ingenieurmangel

11.05.2002 - (idw) Universität Paderborn

Die jetzt erschienene 10. Auflage des längst als Klassiker etablierten Buches "Arbeitsmarkt Elektrotechnik Informationstechnik", das nun eine Gesamtauflage von 159.000 Exemplaren erreicht hat, bekräftigt einmal mehr den akuten Ingenieurmangel am Wirtschaftsstandort Deutschland: Trotz sehr guter Berufsperspektiven und attraktiver, wie auch verantwortungsvoller Aufgabenfelder kann der Bedarf an Ingenieuren der Elektro- und Informationstechnik in den nächsten acht bis zehn Jahren nicht gedeckt werden. Das Buch ist erschienen im Verlag des VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik: 304 S., 15,00 Euro, ISBN 3-8007-2685-8.

Kontakt: Dr. Ingo G. Wenke, Tel.: 05293-931103, Fax: -931104, wenke@elektro-ing.de.


"Das Standardwerk "Arbeitsmarkt Elektrotechnik Informationstechnik" ist ein wichtiger Bestandteil des VDE-Service-Angebots für alle, die im Bereich der Zukunftstechnologien Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik tätig sind oder es werden wollen", urteilt der VDE-Vorsitzende Gerd Tenzer in seinem Grußwort. "Auch die neue Ausgabe 2002 ist mit ihren interessanten Hintergrundinformationen, Tipps und Adressen wieder ein verlässlicher Kompass für Abiturienten, Studenten, Berufseinsteiger und Berufsberater zur Orientierung in der Elektro- und Informationstechnik."

Für diesen Qualitätsstandard sorgten wieder einmal mehr die beiden Herausgeber Professor Jürgen Grüneberg und Dr. Ingo-G. Wenke: Grüneberg war bis 1999 Professor für Elektrische Energietechnik an der Universität Paderborn, Abteilung Soest und ist jetzt Dekan für Mechatronik an der German Swiss University in Jakarta, Indonesien. Von 1989 bis 1999 war er Vorsitzender des VDE-Ausschusses Beruf, Gesellschaft und Technik. Wenke ist seit 12 Jahren an der Universität Paderborn Lehrbeauftragter für Wirtschaftsgeographie. 1990 wurde er als Sachverständiger für Fragen zum Komplex "Human Ressources und Standort D" in den VDE-Ausschuss Beruf, Gesellschaft und Technik berufen. Seit 1999 ist er Geschäftsführer des Verlages University Press Paderborn.

"Der Wirtschaftsstandort Deutschland ist daran zu messen, wie er sich im globalen Markt und in der Wissens- und Informationsgesellschaft behauptet" schreibt Wenke in seiner Einleitung zum 1. Kapitel, das traditionell den gesellschaftspolitischen Hintergrundinformationen gewidmet ist. Hierzu konnte Wenke u.a. den Vorstandsvorsitzenden der Siemens AG, Dr. Heinrich von Pierer, für einen Beitrag gewinnen. H. v. Pierer stellt fest, dass es zur Globalisierung und zur Wissensgesellschaft inzwischen gar keine Alternativen mehr gibt. Entsprechend muss auch neu über die Rolle der Universität in der Wissensgesellschaft nachgedacht werden. Die Zusammenhänge zwischen Arbeitswelt und Bildungssystem erläutert Professor Dr. Friedrich Buttler am Beispiel der Universität Paderborn, die sich selbst als "Universität der Informationsgesellschaft" bezeichnet; Friedrich Buttler, ehemals Gründungsrektor, ist jetzt Assistant-Director General und Regional Director Europe and Central Asia beim ILO International Labour Office, Genf.

Wie sich einzelne Unternehmen auf die Herausforderungen von Globalisierung und Wissensgesellschaft einstellen und welche Anforderungen sie deshalb an ihre zukünftigen Mitarbeiter stellen müssen, zeigen anschaulich die zahlreichen Praxisbeispiele.

Die aktuelle Arbeitsmarktanalyse von Wenke aber zeigt das Dilemma für den Standort "D": Immer mehr Zukunftstechnologien und Branchen sind heute auf das Wissen und Können kreativer Elektroingenieure angewiesen. Gefragt sind sie in der Elektroindustrie, der Informations- und Kommunikationswirtschaft, bei den Energieversorgungsunternehmen ebenso wie in der Verkehrs- oder Medizintechnik, aber auch in den Life Sciences und im Dienstleistungsbereich. Daher bietet ein Studium der Elektro- und Informationstechnik sehr gute Berufsperspektiven mit vielfältigen Tätigkeitsfeldern, "die attraktiv wie auch verantwortungsvoll sind: die Technik dienstbar zu machen für Mensch und Umwelt," betont Wenke.

Das Problem, so Wenke: "Speziell Ingenieure der Elektro- und Informationstechnik sind sehr gefragt, aber am Wirtschaftsstandort Deutschland kann die Nachfrage in den nächsten acht bis zehn Jahren nicht gedeckt werden, wenn sich die Entwicklung, wie sie sich jetzt abzeichnet, fortsetzt."

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