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Internationale Graduiertenschule startet am Montag, 21. Mai

16.05.2007 - (idw) Brandenburgische Technische Universität Cottbus

Die Fakultät Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung profiliert sich im Bereich "Kulturelle und technische Werte historischer Bauten" Am Montag, 21. Mai 2007, eröffnet der Präsident der BTU, Prof. Dr. Dr. h.c. Walther Ch. Zimmerli die erste International Graduate School an der BTU Cottbus. Mit der Einrichtung dieser Graduate School fördert die BTU Cottbus gezielt Promotionen in den Schwerpunktbereichen der Universität.
Die Fachklasse "Kulturelle und technische Werte historischer Bauten" ist eine von insgesamt fünf Fachklassen zu verschiedenen Themenkomplexen, die die BTU der-zeit aufbaut. Die Fakultät Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung ist die erste, die mit zehn über Stipendien finanzierten Nachwuchswissenschaftlern sowie sieben weiteren Doktoranden startet, die über Drittmittel (DFG und Thyssen Stiftung) bzw. Haushaltsmittel finanziert sind. Diese 17 Nachwuchswissenschaftler werden sich in ihren Doktorarbeiten mit Themen aus dem Bereich Bau- und Kulturgeschichte oder Denkmalpflege beschäftigen: Die Bandbreite der zu behandelnden Themen reicht von der baugeschichtlichen Bearbeitung antiker Großbauten im Libanon und in der Türkei bis hin zu kulturgeschichtlichen Fragen der Denkmalpflege und des Wie-deraufbaus nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland. Neben der Erforschung bedeu-tender Einzelbauten werden auch Querschnittsuntersuchungen etwa zu Strebesys-temen gotischer Kathedralen oder zu historischen Brückenlagern durchgeführt.
Der Vorteil für die jungen Wissenschaftler im "Verbund" einer Fachklasse forschen zu können: Durch die räumliche Nähe der Doktoranden und somit auch der rege Ge-dankenaustausch wird sich befruchtend auf die Arbeiten auswirken. Zugleich dienen die Forschungsprojekte innerhalb der Fachklasse der Profilierung der Architektur-Fakultät.

Die Forschungsidee ist folgende: Bauwerke enthalten das technische und kulturelle Wissen ihrer Zeit. In ihnen verbirgt sich ein enormes Potenzial an technischen und kulturellen Erfahrungen und Erfindungen, das Aufschlüsse über Standards, Wert-maßstäbe und gesellschaftliche und kulturelle Bedingungen zur Zeit der Entstehung der Bauten sowie über die Rahmenbedingungen späterer Veränderungen geben und gleichzeitig für das Entwerfen und Konstruieren nutzbar gemacht werden kann. Ziele des Forschungsansatzes sind es, das in historischen Bauwerken gespeicherte Wis-sen für das Bauen und Konstruieren bewusst und nutzbar zu machen, das Bauen und Konstruieren sowie den Nutzungsprozess von Bauten als Ausdruck sich verän-dernder gesellschaftlicher Rahmenbedingungen zu verstehen und als wesentliche Quelle für das Verständnis vergangener Epochen darzustellen.

Auf dem Gebiet der historischen Bauforschung gehört die BTU Cottbus zu den füh-renden deutschen Forschungseinrichtungen mit internationaler Einbindung. Profes-soren und wissenschaftliche Mitarbeiter der Universität leiten Forschungsprojekte in Spanien, Griechenland, im Libanon, in England und in Russland oder beteiligen sich an Projekten anderer Forschungseinrichtungen etwa im Sudan, in Ägypten, in Italien und in Serbien

Hintergrund
Die BTU bereitet derzeit insgesamt fünf Fachklassen in einer internationalen Gradu-iertenschule mit verschiedenen Themen vor, von denen am Montag die erste Fach-klasse mit dem Thema "Kulturelle und technische Werte historischer Bauten" startet. Diese Graduiertenschule ist das Kernstück einer Zielvereinbarung, die das branden-burgische Ministerium für Wissenschaft und Kultur mit der BTU abgeschlossen hat und wofür das Land jeweils 600.000 Euro für drei Jahre bereit stellt. Dieses Geld wird vornehmlich für Doktorandenstipendien verwendet. Die BTU geht damit einen ent-scheidenden Schritt zur Verbesserung der Nachwuchsförderung an der Universität.
Rund 50 Stipendiaten insgesamt werden - unterstützt durch verschiedene Geldgeber - in folgenden fünf Themen-Klassen arbeiten:
Klasse A: "Zuverlässige eingebettete und verteilte Hardware-/Software-Systeme"
Klasse B: "Kulturelle und technische Werte historischer Bauten"
Klasse C. "Verdichter Technologien und Materialien"
Klasse D: "Energie und Umwelt"
Klasse E: "Modelle, Methoden und Werkzeuge zum Risikomanagement"

Die fachübergreifende Zusammensetzung der beteiligten Lehrstühle mit vorwiegend naturwissenschaftlicher, ingenieurwissenschaftlicher und umweltwissenschaftlicher Ausrichtung bestimmt das Profil der Graduiertenschule und erlaubt einen hohen Grad an Interdisziplinarität in Forschung und Ausbildung. Neben der vertieften Bear-beitung fachspezifischer Themen wird auf die Verbindung mit naturwissenschaftli-chen und technischen Fragestellungen ebenso Wert gelegt, wie auf ökonomische und sozialwissenschaftliche Herangehensweisen. Hieraus ergeben sich eine Vielzahl möglicher Promotionsprojekte, die schwerpunktmäßig an die bestehenden For-schungsschwerpunkte der BTU (Energie; Umwelt, Material, Kommunikati-on/Information) anknüpfen.


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