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Einzigartige Bedingungen für die Erforschung von Erbkrankheiten - Kooperationsvertrag zwischen Lübeck und Bozen geschlos

24.05.2007 - (idw) Universität zu Lübeck

Die Europäische Akademie Bozen (EURAC) und die Universität zu Lübeck haben einen Kooperationsvertrag geschlossen. Darin vereinbaren sie die Förderung und Vertiefung der bestehenden wissenschaftlichen Zusammenarbeit. Der Vertrag wurde am 23. Mai 2007 in Lübeck unterzeichnet. Die enge Kooperation in der Genetischen Medizin besteht seit 1997. Die Lübecker Neurogenetikerin und Lichtenberg-Professorin Dr. Christine Klein und ihr Bozener Kollege Priv.-Doz. Dr. Peter Paul Pramstaller erforschen die Mechanismen vererblicher Erkrankungen. Sie stützen sich dabei auf die Daten der Bevölkerung abgelegener Alpendörfer in Südtirol.

Für die Untersuchung von Veränderungen der Erbsubstanz bieten die Populationen solcher so genannter Mikroisolate - anders als die übrige, im Laufe der Generationen genetisch vielfach durchmischte Bevölkerung - einzigartige Bedingungen.

Prof. Dr. Christine Klein arbeitet an der Entwicklung von Biomarkern für die Parkinson-Krankheit. Dabei kombiniert sie eine Analyse des Transkriptoms (Genexpression) mit modernen bildgebenden Verfahren (strukturelle und funktionelle Magnetresonanztomographie MRT und Positronenemissionstomographie PET). Besonderes Augenmerk liegt auf den frühen oder sogar präklinischen Krankheitsstadien bei noch gesunden Mutationsträgern.

Dr. Pramstaller hat sich 2003 an der Universität Lübeck habilitiert und ist seitdem Mitglied der hiesigen Medizinischen Fakultät. Er hat an der Europäischen Akademie Bozen das Institut für Genetische Medizin aufgebaut.

Lübecker und Bozener Wissenschaftler haben in den vergangenen Jahren wechselseitige Gastaufenthalte durchgeführt. Lübecker Studenten waren an Forschungsprojekten in Bozen beteiligt und haben in der dortigen Klinik für Neurologie famuliert. Christine Klein und Peter Pramstaller feierten in diesem Jahr ihre 50. gemeinsame Publikation.

Zur Vertragsunterzeichnung waren aus Bozen der Präsident der EURAC, Dr. Werner Stuflesser, und der Ressortdirektor beim Landesrat für deutsche Schule, Berufsbildung und Universität der Autonomen Provinz Bozen - Südtirol, Dr. Günther Andergassen, anwesend. Die Universität zu Lübeck war vertreten durch Rektor Prof. Dr. Peter Dominiak, das Land Schleswig-Holstein durch den Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr, Jost de Jager. Der Kooperationsvertrag war bei einem Treffen am 18. Januar 2007 in Bozen vereinbart worden.
Weitere Informationen: http://www.uni-luebeck.de/aktuelles/pressemitteilungen/2007/0212boze.php
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