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Solides Wirtschaften, Erfolge in Forschung und Lehre und Neue Herausforderungen an der Saar-Uni

25.05.2007 - (idw) Universität des Saarlandes

Mit Einführung des Globalhaushalts im Jahre 2004 wurde die Universität des Saarlandes im Universitätsgesetz zur Erstellung eines Jahresabschlusses unter sinngemäßer Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches über große Kapitalgesellschaften verpflichtet. Entsprechend hat die Universität nach der Eröffnungsbilanz zum 1. Dezember 2004 jetzt den dritten Jahresabschluss erstellt - bei einem Vergleich mit der bundesweiten Praxis, bei der sich Universitäten mit dieser neuen Aufgabe allgemein schwer tun, keine Selbstverständlichkeit. Der Saar-Universität ist es nun sogar gelungen, ihren aktuellen Jahresabschluss zeitnah zum Berichtsjahr 2006 zu erstellen sowie von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft testieren und vom Universitätsrat feststellen zu lassen. Der Jahresabschluss besteht aus der Bilanz, die das Vermögen der Universität unter Aufschlüsselung der Aktiva (Mittelverwendung) und Passiva (Mittelherkunft) zum Stichtag 31.12.2006 gegenüberstellt, der Gewinn- und Verlustrechnung, die die Erträge des Jahres 2006 mit den Aufwendungen im gleichen Zeitraum vergleicht und deren Ergebnis den Erfolg des Wirtschaftens widerspiegelt sowie dem Anhang, der Informationen sowohl zur Bilanzie-rungs- und Bewertungsmethodik enthält als auch erläuternde Angaben zur Bilanz und Ge-winn- und Verlustrechnung. Ergänzt wird der Jahresabschluss um den Lagebericht, der darlegt, was im zurückliegenden Jahr mit den verfügbaren Mitteln geleistet wurde und worin die Herausforderungen der nächsten Jahre zu sehen sind.

Gemäß Bilanz, bei der auch das Anlagevermögen wie Grundstücke, Gebäude, technische Anlagen und Bibliotheksbestände berücksichtigt werden, belief sich das Vermögen der Uni-versität Ende 2006 auf 458,2 Millionen Euro und auf 410,1 Millionen Euro im Vorjahr. Die Differenz ergibt sich im Wesentlichen aus der Übertragung neuer Gebäude auf die Universität im Berichtszeitraum.

Die Gewinn- und Verlustrechnung weist aus, dass zum Ablauf des Jahres 2006 zweckge-bundene Rücklagen in Höhe von 4,8 Millionen Euro eingestellt werden mussten, um die Verpflichtungen der Universität an Berufungszusagen in den nächsten Jahren bedienen zu können. Mit dieser Zweckbestimmung werden sie in den nächsten Haushalt übertragen.

Sehr positive Entwicklungen kann der Lagebericht der Universität aufzeigen:
In der Forschung konnte die Universität im hoch kompetitiven Wettbewerb der Exzellenz-initiative des Bundes und der Länder zur Förderung der Spitzenforschung zwei informatik-wissenschaftliche Anträge in die Endausscheidung bringen sowie das Drittmittelaufkommen (u.a. Forschungsprojekte, die von der DFG oder der EU gefördert werden sowie von der In-dustrie finanzierte Auftragsforschung) auf 43,6 Millionen Euro steigern (2005: 40,6 Millio-nen, 2004: 44,6 Millionen). Deutlich über den in der Zielvereinbarung mit der Landesregie-rung angepeilten 35,1 Millionen liegt der Mittelwert der Drittmitteleinnahmen der Jahre 2004 bis 2006 von 43,0 Millionen (Steigerung von 22,5 Prozent statt der in der Zielvereinbarung angepeilten fünfprozentigen Steigerung).
In der Lehre wurden im Berichtszeitraum die Grundlagen für die weitgehende Umstellung des Studienangebots auf das modularisierte und gestufte Studiensystem mit Bachelor- und Masterabschlüssen gelegt, außerdem die gesetzlichen und universitätsrechtlichen Vorausset-zungen für die Erhebung von Studiengebühren geschaffen, was ebenso wie die Reform des Studiensystems zu einer nachhaltigen Verbesserung der Studienbedingungen führen wird.
Um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen, muss die Universität nach ihrer Einschätzung, die den Lagebericht abschließt, die Profilbildung entschlossen weiterentwi-ckeln, weiterhin neue Einnahmequellen erschließen, aber auch auf eine ausreichende Grund-finanzierung durch das Land im neuen Globalhaushalt bauen können. Als besonderes

Problem weist sie auf den Wegfall wichtiger Förderprogramme (Hochschulbauförderungsge-setz und Hochschul- und Wissenschaftsprogramm) im Zuge der im Berichtzeitraum be-schlossenen Föderalismusreform hin. Hier sei das Land gefordert, seiner gewachsenen Ver-antwortung mit einem verstärkten Engagement gerecht zu werden.

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