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Ekelhaft gesund - ARTE-Zweiteiler blickt in die Wunderwelt der Blutegel und Maden

04.06.2007 - (idw) Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Filmdoku zeigt Patientengeschichte aus Greifswald

Äußerst preiswert, extrem erfolgreich, aber ganz schön eklig. Der Zweiteiler über die medizinischen Wunderwaffen aus der Natur, den die Berliner Filmemacher OVAL in einer Gemeinschaftsproduktion mit dem rbb in Zusammenarbeit mit ARTE produziert haben, nähert sich dem Phänomen sowohl aus wissenschaftlicher Perspektive als auch aus Ärzte- und Patientensicht. Die in mehreren Ländern gedrehte Dokumentation "Ekelhaft gesund" erzählt den spannenden Aufstieg, den dramatischen Fall und die überraschende Renaissance des Blutegels und der Made in der westlichen Medizin und die ambivalente Beziehung, die wir Menschen zu diesen kleinen "Monstern" haben. Ist der neue Biotherapie-Hype einfach nur ein neuer Modetrend? Oder sind die kleinen Kriecher wirklich ein Wunder der Natur? Ein großer Teil des Filmes über die Maden-Therapie wurde in der Greifswalder Universitätshautklinik gedreht. Über mehrere Drehtage begleitete das Filmteam die Hautärztin Dr. Stine Majunke und ihren Patienten, der unter einer großen offenen Wunde am linken Bein litt und von einer Amputation bedroht war. Mit Hilfe der Fliegenlarven, die in so genannten Biobags zur "Wundarbeit" herangezogen wurden, konnte das Bein geheilt werden. Schon nach einem Monat konnte der Greifswalder entlassen werden, der nun wie viele erfolgreich behandelte Patienten ein anderes Verhältnis zu den lebendigen "Arzneimitteln" hat.

Sendetermine auf ARTE (http://www.ekelhaft-gesund.de)

Montag, 11. Juni 2007, 19.00 - 19.45 Uhr, "Ekelhaft Gesund: BLUTEGEL"

Biotherapie mit Egeln - Wer an schwerer Kniegelenksarthrose leidet, hat chronische Dauerschmerzen. Der regelmäßige Einsatz von Blutegeln könnte 60 Prozent der Patienten wenigsten für ein paar Monate weitgehend von den Schmerzen befreien. Bei einer Egelbehandlung setzt der Arzt dem Patienten drei bis zwölf der Mini-Vampire auf die betroffenen Stellen und wartet bis die kleinen Sauger nach einer halben Stunde gesättigt wieder abfallen.

Dienstag, 12. Juni 2007, 19.00 - 19.45 Uhr, "Ekelhaft Gesund: MADE"

Maden als Medizin - Diabetes und schlecht heilende Wunden sind immer häufiger Ursache für Amputationen. Ein Drittel der Betroffenen könnten ihre Füße oder Zehen behalten, wenn der behandelnde Arzt rechtzeitig Maden einsetzen würde. Die Behandlung mag exotisch klingen, aber sie ist oft effektiver und weitaus kostengünstiger als der Einsatz von Antibiotika.

Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten
Direktor: Prof. Dr. Michael Jünger
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