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Das Europa Elisabeths

05.06.2007 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Ringvorlesung zur 3. Thüringer Landesausstellung / Rektor der Universität Jena, Prof. Dr. Klaus Dicke, spricht am 7. Juni um 17 Uhr in der Aula im Universitätshauptgebäude Jena (05.06.07) "Elisabeth von Thüringen - Eine Europäische Heilige". Bereits der Titel der 3. Thüringer Landesausstellung, die im Juli auf der Wartburg ihre Pforten öffnet, macht die Reichweite des Wirkens ihrer Protagonistin deutlich. Mit Elisabeth von Thüringen steht eine Frauengestalt im Mittelpunkt der Ausstellung, deren Leben und Handeln anders als es ihr Name zunächst vermuten lässt, weit über die Grenzen Thüringens hinaus wirkte und bis heute wirkt. So war die 1207 geborene Tochter des ungarischen Königs mit dem europäischen Hochadel von Ungarn über Böhmen bis nach Frankreich und Spanien verwandt. Auch Elisabeths radikale Entscheidung, mit den Normen ihres Standes zu brechen und sich stattdessen den Ärmsten und Niedrigsten zuzuwenden, fand ein europaweites Echo: von heftigem Widerspruch bis zu tiefer Bewunderung.

"Bis heute steht Elisabeth von Thüringen in einer Linie mit großen ,Aufbruch-Figuren' der Geschichte", sagt Prof. Dr. Klaus Dicke. Der Politikwissenschaftler und Rektor der Friedrich-Schiller-Universität Jena widmet sich in einem Vortrag am 7. Juni der europäischen Dimension Elisabeths. Der Vortrag "Das Europa Elisabeths. Fragen der europäischen Identität aus Anlass ihres 800. Geburtstages" findet im Rahmen der gemeinsamen Ringvorlesung statt, die die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die Evangelische Akademie Thüringen und das Katholische Forum im Land Thüringen im Vorfeld der Landesausstellung veranstalten. Der Vortrag beginnt um 17 Uhr in der Aula der Universität Jena (Fürstengraben 1). Der Eintritt ist frei.

Elisabeth von Thüringen, deren Geburtstag sich 2007 zum 800. Mal jährt, kam im Alter von vier Jahren nach Thüringen. Bereits als Vierjährige mit dem späteren thüringischen Landgrafen Ludwig IV. verlobt, wurde sie später dessen Gemahlin und lebte bis zu seinem Tod im Jahr 1227 auf der Wartburg. Als sie daraufhin die Wartburg verlassen musste, gründete Elisabeth in Marburg ein Hospital und widmet sich völlig der Armen- und Krankenpflege. 1231 - mit nur 24 Jahren - starb sie. Bereits wenige Jahre später wurde Elisabeth heilig gesprochen. Die Spuren ihrer Verehrung als Heilige durchziehen ganz Europa und sind bis heute sichtbar: Klöster, Krankenhäuser und Schulen tragen ihren Namen; zahllose Legenden und bildliche Darstellungen sind überliefert.

Dass Elisabeth jedoch nicht nur eine mittelalterliche Heilige ist, sondern auch ein Leitbild für die moderne Welt, thematisiert Prof. Dicke in seinem Vortrag ebenso wie die Bedeutung der Thüringer Landesfürstin für die kulturelle und soziale Entwicklung Mitteleuropas.
Weitere Informationen: http://www.elisabeth.uni-jena.de
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